Amstetten: Eine 83-jährige Pensionistin wurde am 29.03.2011 in einer Wohnhausanlage beim Aufsperren ihrer Wohnungstüre von hinten überfallen und dabei mit Pfefferspray attackiert.

Beamte der Polizeiinspektion Amstetten konnten nach zielführenden Ermittlungen noch am gleichen Tag einen 15-jährigen Schüler, welcher im gleichen Mehrparteienhaus wohnt wie das Opfer als Beschuldigten ausforschen.

Der 15-Jährige ist verdächtig, sich mit der Absicht einen Pfefferspray gekauft zu haben, um die 83-Jährige in ihrer Wohnung zu überfallen und mit dem erbeuteten Bargeld seinen finanziellen Lebensunterhalt aufzubessern. Am 28.03.2011, gegen 19.00 Uhr, soll der Beschuldigte sich hinter einer Türe im Stiegenhaus versteckt und versucht haben das Opfer, mit einer Wollhaube maskiert und mit Handschuhen bekleidet, zu überfallen. Da die Frau aufgrund der Pfeffersprayattacke lautstark um Hilfe schrie, ließ der 15-Jährige von seinem Vorhaben den Raubüberfall zu vollenden ab und flüchtete zu Fuß ohne Beute ins Freie.

Der verletzten Pensionistin kam eine Nachbarin zur Hilfe welche die Rettung verständigte. Die 83-Jährige erlitt durch den versuchten Raubüberfall eine starke Augenreizung und wurde im Landesklinikum St. Pölten ambulant behandelt.

Der Beschuldigte soll sich in weiterer Folge in seiner Wohnung versteckt und dort die Gesichtsmaske und die Handschuhe in einem Ofen verbrannt haben.

Im Zuge der Einvernahme legte der Schüler ein umfassendes Geständnis ab und es konnte auch die Tatwaffe in seinem Zimmer sichergestellt werden. Des Weiteren gestand er seit einigen Monaten der 83-Jährigen während sogenannter Hilfsdienste – Lebensmitteleinkauf, Reinigung der Wohnung usw. – immer wieder in einem unbeobachteten Moment geringe Bargeldbeträge aus der Geldbörse der Geschädigten gestohlen zu haben.

Die Staatsanwaltschaft St. Pölten verfügte die Anzeige gegen den Minderjährigen auf freiem Fuß.

SID-NOE