St. Pölten: Wie Abfallvermeidung in der neuen Europäischen Abfallrahmenrichtlinie konkretisiert ist und welche Auswirkungen in der Praxis zu erwarten sind, war eines der Themen der NÖ Abfallwirtschaftstagung am 7. Juni 2010 in St. Pölten.

Im Rahmen der Tagung überreichte Umweltlandesrat Dr. Stephan Pernkopf den NÖ Müllometer an die Abfallverbände. Der Müllometer dient der Veranschaulichung der Abfallsammelmengen in den einzelnen Abfallverbänden. Aus der landesweiten Abfalldatenerhebung werden die Gesamtabfallmengen, Rest- und Sperrmüllmengen sowie die Mengen der getrennt gesammelten Abfälle (Altstoffe, Bioabfälle und Problemstoffe) dargestellt.

Im Bild von links: GF Mag. Christian Beck (NÖ Abfallwirtschaftsverein), Vizepräs. Mag. Helmut Hums(NÖ Abfallwirtschaftsverein), Umweltlandesrat Dr. Stephan Pernkopf, Präsident Dir. Dipl.-Päd. Alfred Weidlich (NÖ Abfallwirtschaftsverein), DI Peter Obricht (Leiter der Abt. Umweltwirtschaft u. Raumordnungsförderung, NÖ Landesregierung). Foto: NLK-Pfeiffer

"Die Daten des NÖ Abfallwirtschaftsberichtes 2009 zeigen die interessante Bilanz der niederösterreichischen Abfallwirtschaft. Der Restmüllanstieg um 1,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr ist nicht gravierend. Der Gesamtmüllanstieg auf 3,5 Prozent im Jahr 2009 erhöhte sich nur um 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Bei den abfallwirtschaftlichen Maßnahmen werden wir weiterhin verstärkt auf abfallvermeidende Maßnahmen setzen", so Pernkopf.

In absoluten Zahlen beträgt das gesamte Abfallaufkommen 722.803 Tonnen oder 456 Kilogramm pro Einwohner. Davon machen Restmüll 218.300 Tonnen, die Altstoffe 267.034 Tonnen und die Problemstoffe 6.097 Tonnen aus. Im Vergleich zum Vorjahr wurden um 4,4 Prozent mehr Altstoffe gesammelt. Die Elektroaltgerätesammlung erhöhte sich um 25 Prozent auf 12.136 Tonnen und beträgt 7,9 Kilogramm pro Einwohner und Jahr. Das Sperrmüllaufkommen erhöhte sich aufgrund der Hochwasser-Katastrophen um 8,9 Prozent und beträgt 75.280 Tonnen. Die Trennquote liegt dennoch wie im Jahre 2008 bei 59 Prozent.

"Die Öffentlichkeitsarbeit, als wichtige Verbindung der NÖ Abfallwirtschaft zur Bevölkerung, werden wir in Zusammenarbeit mit den NÖ Abfallverbänden ausbauen und verstärken. Ziel muss es sein, einerseits eine kundenorientierte Abfallwirtschaft zu bieten und andererseits unseren Lebensstil zu überdenken und durch einen verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt einen Beitrag zur Nachhaltigkeit zu leisten", betont Pernkopf.