Wien: Abschließende Systemchecks für mehr Verkehrssicherheit.In der Nacht Sperre von Fahrspuren und Auf- und Abfahrten notwendig

In den vergangenen zwei Jahren rüstete die ASFINAG den Kaisermühlentunnel auf der A 22 Donauufer Autobahn mit der modernsten Sicherheitstechnik aus. Nach den Probebetrieben der neuen Anlagen starten am Montag, 28. Jänner die finalen Systemchecks die bis April dauern.

Zeitweise sind dafür Sperren von Fahrspuren sowie Auf- und Abfahrten notwendig. Die ASFINAG nimmt diese ausschließlich in der Nacht zwischen 20 Uhr und längstens 5 Uhr früh vor. Direkt auf der Strecke informieren Avisotafeln über geplante Sperren. Online stehen diese Infos unter www.asfinag.at/a22-tunnel-kaisermuehlen  zur Verfügung.

In den kommenden Wochen werden unter anderem mit den 40 Hightech-Lüftern Ausfallszenarien getestet. „Bei diesen Tests prüfen wir, welche Lüfter unbedingt, also auch bei technischen Störungen, funktionieren müssen, um einen Notbetrieb sicherzustellen“, sagt Kurt Portschy, Bereichsleiter Elektromaschinelle Ausrüstung der ASFINAG Bau Management GmbH. Final getestet wird auch das akustische Tunnel Monitoring AKUT. Dieses Frühwarnsystem erkennt Gefahrengeräusche und schlägt automatisch Alarm. Bereichsleiter Portschy: „Damit die „Tunnelohren“, also die Mikrofone des Systems, zwischen normalen und ungewöhnlichen Geräuschen unterscheiden können, mussten sie diese „lernen“. Diese Phase ist abgeschlossen und das System wird jetzt feinjustiert.“

Der mehr als zwei Kilometer lange Tunnel Kaisermühlen in Wien ist mit 120.000 Autos täglich der am stärksten befahrene Tunnel in Österreich. Mit den neuen hochmodernen Sicherheitsfeatures zählt er außerdem zu den sichersten Tunnel in Europa. 40 Millionen Euro hat die ASFINAG in die neue Betriebs- und Sicherheitstechnik des Kaisermühlentunnels investiert.

Der „neue“ Kaisermühlentunnel: * AKUT: 91 Mikrofone und Kameras erkennen ungewöhnliche Geräusche, wie klirrendes Glas oder schlagende Autotüren, und alarmieren automatisch. * 1.575 Stück LED-Lampen sorgen für optimale Sicht: 60 Prozent höheres Beleuchtungsniveau, rund zehn statt nur zwei Jahre Lebensdauer bei gleichbleibendem Stromverbrauch. * Sechs Megalüfter bei den Tunnelportalen und 34 im Tunnelinneren transportieren die Rauchgase mit einer Strömungsgeschwindigkeit von etwa zwei Metern pro Sekunde in Fahrtrichtung aus dem Tunnel. * 50 Notrufeinrichtungen: Durch Drücken des Notknopfes (SOS) wird im Ernstfall eine Direktverbindung zur ASFINAG Verkehrsmanagement Zentrale Wien-Inzersdorf hergestellt. * 188 Videokameras geben den Verantwortlichen in der ASFINAG jederzeit einen guten Rundumblick im Tunnel.

Darüber hinaus hat die ASFINAG auch die Energieversorgung des Tunnels neu aufgebaut. Fällt der Strom aus, wird rasch auf eine andere Stromquelle umgeschaltet. Damit ist auch im Ernstfall gewährleistet, dass die Sicherheitstechnik im Tunnel funktioniert.

Informationen-Foto: Alexandra Vucsina-Valla, Pressesprecherin für Wien, NÖ, Bgld., ASFINAG, A-1011 Wien, www.asfinag.at