Caritas St. Pölten: 3135 Personen nahmen im Vorjahr an insgesamt 65 Veranstaltungen des Bündnisses gegen Depression teil. Die Vorträge wurden vom PsychoSozialen Dienst der Caritas St. Pölten in Zusammenarbeit mit dem Niederösterreichischen Bündnis gegen Depression organisiert.

„Viele dieser Vorträge wurden erstmals im Trialog präsentiert, d.h. neben den ReferentInnen kamen auch Angehörige und Betroffene zu Wort“, so Mag. Daniela Bitter vom Bündnis gegen Depression. Sie berichteten aus ihrem Leben und dem Umgang mit der Krankheit und beantworteten Fragen aus dem Publikum.

Die angeregte Diskussion reichte von der sehr persönlichen Suche nach dem „Warum“ von Betroffenen bis hin zur Ratsuche von Angehörigen und Fragen nach dem Ursprung psychischer Erkrankung. Die Diskussion machte deutlich, welch eine große Rolle die Volkskrankheit Depression für die Bevölkerung spielt, und dass ein hoher Bedarf an helfenden und aufklärenden Maßnahmen notwendig ist.

Ziel des „Bündnis gegen Depression“ ist die Verbesserung der gesundheitlichen Situation depressiver Menschen einerseits und andererseits das Wissen über die Erkrankung in der Bevölkerung zu erweitern. Aus diesem Grund entschied sich der PsychoSoziale Dienst (PSD) der Caritas St. Pölten im Herbst 2007 am internationalen Projekt „Bündnis gegen Depression“ mitzuwirken. Er kann auf ein erfolgreiches erstes Projektjahr zurückblicken und wird seine Tätigkeiten im Jahr 2009 weiterführen und erweitern.

In diesen Vorträgen kann das anwesende Publikum alles Wissenswerte rund um das Thema Depression erfahren. „Der allergrößte Teil der von Depression Betroffenen leidet im Stillen, oft viel länger und schwerer als dies mit einer guten Behandlung sein müsste. Es ist unsere Aufgabe, diese Situation zu ändern und die Menschen über die schwere und häufige Krankheit Depression aufzuklären“, betonte Dr. Stefan Frühwald, ärztlicher Leiter des PsychoSozialen Dienstes der Caritas St. Pölten.

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Im Bild von links: Klären über die schwere und häufige Krankheit Depression auf, Univ. Doz. Dr. Stefan Frühwald, ärztliche Leitung des Psychosozialen Dienstes der Caritas St. Pölten und DSA Klaus Helmreich, Leitung Sozialarbeit des Psychosozialen Dienstes der Caritas St. Pölten.

DSA Klaus Helmreich, Leiter der Sozialarbeit des PsychoSozialen Dienstes der Caritas St. Pölten erklärte, „Dass die Menschen über Depressionen Bescheid wissen und bei Bedarf für sich oder ihre Umgebung Hilfe suchen, ist das Ziel dieser Serie öffentlicher Veranstaltungen.“

Mit Erfolg, wie auch eine Teilnehmerin aus einem Vortrag bestätigen konnte. Sie hat viel Neues erfahren und ist nun sensibilisiert. „Es gibt einige Menschen in meinem Bekanntenkreis, die ganz sicher davon betroffen sind“, weiß sie zu berichten.

Information Bündnis gegen Depression: Das Niederösterreichische „Bündnis gegen Depression“ ist Teil der europäischen Initiative „European Alliance Against Depression“ mit Sitz in Deutschland, Leipzig.

Gemeinsam mit den Projektpartnern NÖGUS und dem PsychoSozialen Dienst der Caritas St. Pölten setzt es sich zum Ziel, die gesundheitliche Situation depressiver Menschen in Niederösterreich zu verbessern und das Wissen über die Erkrankung in der Bevölkerung zu erweitern.

Vom Fachpersonal der PsychoSozialen Einrichtungen werden Veranstaltungen in allen Bezirken Niederösterreichs gehalten, bei denen häufig auch Personen aus dem Angehörigen und Betroffenenkreis zugegen sind. Die Vorträge sind kostenlos.

Termine in Ihrer Nähre und Informationen unter www.buendnis-depression.at  bzw. 0676/83844-379.