Niederösterreich: 40 Tonnen, 900 Rohre und eine neue Verbindungsstraße: Energieknoten Dürnrohr ist zukunftsfit

Die thermische Abfallverwertungsanlage ist ein wichtiger Eckpfeiler des Energieknotens Dürnrohr. Aus dem angelieferten Abfall entsteht Dampf, der zur Erzeugung von Strom sowie Fernwärme für die Gemeinde Zwentendorf und zwei Drittel der Landeshauptstadt St. Pölten verwendet wird.

Der Überhitzer ist ein wesentliches Bauteil des Kessels um den Dampf auf die nötige Temperatur zu bringen um in der nachgeschalteten Turbine Strom zu erzeugen. „Rund alle sechs Jahre muss das komplette Paket – bestehend aus 900 Einzelrohren – erneuert werden. „Das insgesamt 7 m lange, 8 m hohe und 2,5 m tiefe Anlagenteil ist 40 Tonnen schwer und wurde stückweise mit einem eigens dafür bereitgestellten Kran über das Kesselhausdach getauscht. Dafür waren Fachkräfte in Tag- und Nachtschichten insgesamt 1.700 Arbeitsstunden im Einsatz“, erzählt Werksleiter Bernhard Bogner. Durch die verbesserte Konstruktion des Überhitzers wird sich in weiterer Folge auch der Druckverlust der Anlage minimieren und positiv auf den Stromverbrauch auswirken.

Müllverbrennungsanlage Dürnrohr EMAS zertifiziert
Mit ausgeprägtem Qualitätsbewusstsein und zur Optimierung der umweltrelevanten Aktivitäten am Standort der Müllverwertungsanlage Dürnrohr hat die EVN Wärmekraftwerke GmbH ein Managementsystem eingeführt und dieses nach verschiedenen Regelwerken zertifizieren lassen. So ist die MVA Dürnrohr seit 2005 ein zertifizierter Entsorgungsfachbetrieb. Das Qualitäts- und Umweltmanagement wurde in den Jahren 2011 bzw. 2013 erstmals nach ISO 9001 und ISO 14001 auditiert und zertifiziert. 2015 wurde seitens der Unternehmensleitung beschlossen, zusätzlich die Zertifizierung nach EMAS anzustreben, um das Qualitäts- und Umweltbewusstsein noch stärker nach außen zu kommunizieren. Seit Jänner 2017 ist der Standort MVA Dürnrohr nun im EMAS-Register eingetragen.

Geschäftsführer Gernot Alfons: „Unsere Tätigkeit ist naturgemäß mit Beeinflussungen der Umwelt verbunden. Wir haben uns jedoch schon früh konsequent ökologisch ausgerichtet und sind bestrebt, diese durch Optimierung der Energie- und Abfallstrome so weit wie möglich zu minimieren bzw. zu vermeiden. Bei jährlichen Auditierungen wird überprüft, ob Mängel ausgeräumt, die Normen eingehalten und weitere ökologische Verbesserungen erzielt wurden.“

Die Thermische Abfallverwertungsanlage ist ein wichtiger Eckpfeiler des Energieknotens Dürnrohr. Durch die kürzlich fertiggestellte Verbindungsstraße zwischen der Müllverbrennungsanlage und dem ehemaligen Kohlekraftwerk Dürnrohr sind diese zwei Standorte zukünftig noch besser vernetzt.

Fotocredit © EVN / Matejschek
Bildbeschreibung:
_3397: Die neue Verbindungsstraße
_3409: Die Anlagenteile finden Ihren Platz
_3362: Techniker im Einsatz
_3368: Millimeterarbeit mit dem Kran

Mit freundlichen Grüßen
Mag. Stefan Zach MAS
Leiter Information und Kommunikation, EVN Konzern
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