Wiener Neustadt: Am 09.12.2010 erfolgte die feierliche Eröffnung der „Abwärmetransportleitung Fundermax“ durch VP NÖ Klubobmann Mag. Klaus Schneeberger und EVN Generaldirektor Dr. Burkhard Hofer.

Die Leitung speist in das 30 km lange EVN Fernwärmenetz Wr. Neustadt ein und sichert die künftige Versorgung durch Naturwärme aus Biomasse.

Das EVN Fernwärmenetz Wr. Neustadt ist eines der größten Biomassefernwärmenetze in Niederösterreich. Über 1.500 KundInnen – von öffentlichen Gebäuden, über Wohnbauanlagen bis hin zu privaten Haushalten – werden hier über ein 30 km langes Netz mit umweltfreundlicher Fernwärme versorgt.

Die EVN hat in Wr. Neustadt bereits zwei bestehende Biomasseanlagen. In der Anlage „Civitas Nova“ werden jährlich rund 10.000 Tonnen Hackschnitzel aus der Region eingesetzt. Die EVN betreibt diese Anlage in Partnerschaft mit der Fernwärmegenossenschaft Krumbach. Im Lauf der Jahre wurden schon mehr als 70.000 Tonnen CO2 eingespart und so ein wesentlicher Beitrag zum Erreichen der Klimaziele der Stadt und von Niederösterreich geleistet.

Ende 2008 wurde zur Erhöhung der Versorgungssicherheit mit dem Bau einer Abwärmetransportleitung der Firma Fundermax von Neudörfl nach Wr. Neustadt begonnen. Die Firma Fundermax produziert in Neudörfl Rohspanplatten. Das bei der Produktion anfallende Restholz wird zur Strom- und Wärmeerzeugung genutzt. Die Abwärme aus Neudörfl steht jetzt auch den EVN Kundinnen und Kunden aus Neustadt zur Verfügung und ermöglicht der EVN auch die Versorgung künftiger Kunden mit Naturwärme.

Durch die fünf Kilometer lange Fernwärmeleitung werden künftig rund 7.000 Tonnen CO2 pro Jahr vermieden. Die Investitionen belaufen sich auf rund 3 Mio. EUR. VP NÖ Klubobmann Mag. Klaus Schneeberger: „Das Land Niederösterreich hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, dass bis zum Jahr 2020 50 % der Gesamtenergie durch erneuerbare Energieträger gewonnen wird. Mit der Errichtung der neuen Abwärmetransportleitung durch die EVN kommen wir diesem Ziel wieder ein Stück näher.“

Generaldirektor Dr. Burkhard Hofer: „Die EVN setzt bei ihrer Stromaufbringung seit Jahren auf einen flexiblen Erzeugungsmix aus Wasser- und Wärmekraft sowie Alternativenergie, der auf Nachhaltigkeit und Versorgungssicherheit abzielt. Die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energiequellen spielt dabei eine wesentliche Rolle. Insbesondere im Wärmebereich setzen wir verstärkt auf Alternativenergie: So stammen bereits mehr als 60 % der von der EVN gelieferten kommunalen Fernwärme aus Biomasse.“

Bei der Verbrennung von Biomasse wird nur so viel CO2 freigesetzt, wie die Pflanzen während ihres Wachstums aus der Luft aufgenommen haben, so dass dieser Energieträger als CO2-neutral bezeichnet wird. -Die EVN betreibt heute mit Partnern aus der Landwirtschaft und der Sägeindustrie bereits 51 Biomasseanlagen in ganz Niederösterreich. Mit einem Einsatz von rund 1,5 Millionen Schüttraummeter Hackschnitzel ist die EVN der größte Naturwärmeversorger aus Biomasse in Österreich.

Informationen-Foto: EVN-AG, www.evn.at