LR Schwarz: Neubau nach innovativem Wohngruppenkonzept bringt mehr Wohn- und Lebensqualität für die BewohnerInnen 

Bezirk Lilienfeld: Fünf Monate nach dem Spatenstich Ende März, konnte Sozial-Landesrätin Barbara Schwarz am 25.08.2017 gemeinsam mit den beteiligten Firmen, Direktion, Personal und Gästen aus der Region die feierliche Dachgleiche für den großzügigen Zu- und Umbau des NÖ Pflege- und Betreuungszentrums in Hainfeld vornehmen.

Mit dem Investment des Landes Niederösterreich von rund 15,7 Millionen Euro wird am bestehenden Areal bis Ende 2019 eine Pflege- und Betreuungseinrichtung einer ganz neuen Generation entstehen. Das NÖ Pflege- und Betreuungszentrum Hainfeld verfügt derzeit über 107 Pflegeplätze. Nach dem Zu- und Umbau sollen es 115 Pflege- und Betreuungsplätze mit integrierter Demenzbetreuung, Tages- und Kurzzeitpflege sein.

Im Bild von links: LAbg. Karl Bader, Direktorin Gabriela Galeta, Landesrätin Barbara Schwarz und Otto Huber (Leiter der Gruppe Gesundheit & Soziales beim Amt der NÖ Landesregierung) beim Rundgang durch den Neubau.

„Der moderne Zu- und Umbau mit villenartigem Baukörper wird für 115 Bewohnerinnen und Bewohner eine gänzlich neue Qualität des Wohnens und Lebens bieten. Erstmals wird hier in Hainfeld das vom Land Niederösterreich in einem Innovationsprojekt entwickelte alltagsorientierte Wohngruppenmodell baulich wie auch organisatorisch in ‚Reinform‘ umgesetzt werden“, informierte die Landesrätin.

„Im Sinne unseres ‚4-Sphären-Modells‘ können wir im neuen Haus für die betreuten Personen künftig unterschiedlichste private, halböffentliche und öffentlichen Raumzonen und gemütliche Wohngruppen zur Verfügung stellen, die sowohl die Möglichkeit für Rückzug als auch Begegnung bieten“, erörtert Schwarz. Neuartig sei auch das Konzept der Wohngruppe mit 15 Plätzen speziell für die Betreuung von Menschen mit mittelschwerer bis schwerer Demenz.

In Hainfeld entsteht Pflege- und Betreuungseinrichtung einer ganz neuen Generation: „Wir wollen Menschen bis ins hohe Alter ein möglichst selbstbestimmtes und selbstgestaltetes Leben ermöglichen. Dabei vertreten wir den Grundsatz ‚weg von einer Versorgung in der Institution hin zum Leben in Gemeinschaft und Privatheit‘. Dieser Ansatz und das personenzentrierte und alltagsorientiere Pflege- und Betreuungskonzept, das wir mit wissenschaftlicher Begleitung durch das Institut für Pflegewissenschaft der Universität Wien entwickelt haben, spiegelt sich jetzt auch in der Architektur wieder“, freut sich Schwarz, auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter optimale Arbeitsbedingungen anbieten zu können.

Die Wohngruppe wird zur zentralen räumlichen wie organisatorischen Einheit. Hier wohnen und leben die Bewohnerinnen und Bewohner, hier finden Pflege und Betreuung, Service, sozialer Austausch und gemeinsame Aktivitäten statt.

Das Leben in der eigenen, vertrauten Wohngruppe erweitert sich durch außenliegende Lebensräume wie die Raumzone „Health & Care“, Cafeteria, Friseur etc. und den Garten. Innerhalb eines Hauses sind somit kleinräumig und lebensweltlich, vielfältigste Raumangebote und unterschiedliche Aktionsräume und Kommunikationsorte zu finden.

Informationen: Mag. (FH) Dieter Kraus, Pressesprecher – Büro Landesrätin Magistra Barbara Schwarz, Foto: NLK-Burchhart