Durch Weiterführung der SOKO-Ost, gezielte Schwerpunktaktionen, mehr Kontrolle auf den Ausfallstraßen, Zerstörung der Bandenstrukturen und einer intensiven Zusammenarbeit mit ausländischen Polizeidienststellen, soll Einbrechern in Österreich Einhalt geboten werden.

Hofrat Dr. Ernst Geiger vom Bundeskriminalamt wies darauf hin, dass rund 70 Prozent der Täter aus dem Ausland kommen. "Diese Täter sind nicht zufällig in Österreich. Sie werden von Hintermännern ausgeschickt", sagte Geiger. "Sie sind sogenannte Auftragstäter, die Waren auf Bestellung stehlen."

Am Begehrtesten sind Wertgegenstände wie Schmuck und Elektroartikel, die zum Beispiel bei Wohnungseinbrüchen erbeutet werden. Die Banden sind auch in Österreich mit Führungsebenen versehen. "Offiziere" koordinieren den Einsatz, Kundschafter machen ein geeignetes Objekte ausfindig und die eigentlichen Einbrecher führen die Tat aus. "Die obersten Führungsebenen dieser Banden befinden sich aber im Ausland, wie zum Beispiel in Georgien."

Um in Österreich gezielt gegen diese kriminellen Handlungen vorzugehen, wird die SOKO-Ost in veränderter und angepasster Form weitergeführt. In der Ostregion werden die Schwerpunktaktionen weiter intensiviert. Dazu wird temporär aus weniger belasteten Regionen Personal zusammengezogen.

Im Bundeskriminalamt und in den Landeskriminalämtern Wien und Niederösterreich werden zusätzlich drei Sonderermittlungsgruppen für organisierte Kriminalität und Bandenkriminalität eingerichtet sowie eine Sonderermittlungsgruppe zur Bekämpfung des Kfz-Diebstahls und der Kfz-Verschiebung im Landeskriminalamt Burgenland. Die Einsatzgruppen zur Bekämpfung der Straßenkriminalität in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland werden deutlich verstärkt. Weiters werden die Tatortgruppen des Landeskriminalamts Wien durch Tatortspezialisten aus den Bundesländern unterstützt.

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Die Zusammenarbeit der drei Bundesländer Wien, Niederösterreich und Burgenland in einem gemeinsamen Einsatzstab hat sich bewährt. Aus diesem Grund wird diese kontinuierlich im Rahmen der Koordinierungsstelle Ost intensiviert werden. Auch das bisher gewonnene Know-how wird in den Expertenpool übernommen und die Fahndungskräfte werden aufgrund von Ermittlungsergebnissen sowie Analysen weiterhin in Schwerpunktaktionen punktgenau zum Einsatz gebracht.

"Die Festnahme der Täter in Österreich allein löst das Problem aber nicht. Es sind nur Handlanger, die ausgesandt werden und die jeder Zeit ersetzbar sind", sagte Geiger. "Es ist daher besonders wichtig, die Schlepperrouten zu schließen, die Kontrollen auf den Ausfallstraßen zu verstärken und die Strukturen dieser Banden zu zerschlagen. Dafür ist eine Intensivierung der Zusammenarbeit mit ausländischen Polizeidienststellen unabdingbar."

Informationen-Foto: BM.I – Weissheimer