St. Pölten: Angesichts des Dioxin-Skandals in Deutschland mussten schnelle Maßnahmen ergriffen werden, um einen Schweinepreisverfall auch in Österreich zu verhindern.

"Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich hat in Brüssel die private Lagerhaltung gegen Widerstände durchgesetzt. Dies begrüßen wir in Niederösterreich ausdrücklich“, so Landesrat Dr. Stephan Pernkopf zu der jüngsten Einigung der EU-Agrarminister in Brüssel.

Agrarlandesrat Dr. Stephan Pernkopf begrüßt unter anderem auch das von Minister Berlakovich präsentierte 5 Punkte-Programm für die heimischen Schweinbauern und appelliert an die Konsumenten, beim Kauf von Schweinefleisch auf österreichische Herkunft und Qualität zu achten. „Ein bewusster Griff der Konsumenten zu heimischen Produkten ist die wichtigste Unterstützung für bäuerliche Produzenten. In Niederösterreich sind rund 8.000 bäuerliche Betriebe in der Schweinehaltung tätig“, betont Pernkopf.

Das 5 Punkte-Sofortprogramm sieht verstärkte Marketingaktivitäten für heimisches Schweinefleisch, den Schulterschluss mit dem Lebensmittelhandel, Marktmaßnahmen auf europäischer Ebene, Herkunftssicherung für österreichisches Schweinefleisch und verstärkte Kontrollen vor. Unterdessen setzen Teile des österreichischen Lebensmittelhandels bewusst auf österreichische Fleisch- und Wurstprodukte mit dem AMA-Gütesiegel.

„Beim Schweinefleisch sind die Konsumenten durch den Dioxin-Skandal in Deutschland zunehmend verunsichert. Das AMA-Gütesiegel garantiert beste österreichische Qualität. Die Kontrollen in Österreich durch die AGES sind umfassend. Für die Abstimmung der Futtermittelkontrolle gibt es Maßnahmen wie Aktionspläne, regelmäßigen Informationsaustausch sowie gesetzlich verankerte Beweispflichten. Mit dem Dioxin-Monitoring nimmt Österreich eine Vorreiterrolle ein. Der freiwillige Zusammenschluss für die gemeinsame Eigenkontrolle wird von der AGES geprüft und bei Mängeln werden Maßnahmen gesetzt. Deutschland will nun dieses Modell übernehmen“, so Pernkopf.