NÖ-Sicherheitsdirektion: Bei den bekannt gewordenen Fällen aller gerichtlich strafbaren Handlungen (angezeigte Fälle) Jän. – Juli 2008 im Vergleich mit Jän. – Juli 2007 wurden im Bundesland NÖ 45.743 Delikte zur Anzeige gebracht, was einen Rückgang von 4.266 Delikten bzw. 8,5 % bedeutet.

Der positive Trend bzgl. Kriminalitätsentwicklung, der seit Jahresbeginn (2008) eindeutig feststellbar ist, konnte fortgesetzt werden. Es gab praktisch in allen Deliktsbereichen massive Rückgänge. Das zeigt, auch was die Verschiebung der Schengenaußengrenze anbelangt, dass die gesetzten Maßnahmen und Strategien richtig und vom Erfolg gekennzeichnet sind.

Die Aufklärungsquote beträgt 41,0 % und ist annähernd gleichbleibend mit dem Vergleichszeitraum Jän. – Juli 2007. Besonders erfreulich sind die Rückgänge bei den Deliktsgruppen strafbare Handlungen gegen fremdes Vermögen (wie Sachbeschädigungen, Diebstähle und Einbrüche aller Art), und zwar um 9,4 %.

Gerichtlich strafbare Handlungen gegen Leib und Leben sind um 1,3 %, Delikte gegen die Sittlichkeit um 8,2 %, strafbare Handlungen gegen den Geldverkehr (Geldfälschung) um 11,0 % und Delikte nach strafrechtlichen Nebengesetzen um 17,1 % rückläufig.

Was die Vermögensdelikte betrifft, so gibt es erfreuliche Rückgänge bei den Sachbeschädigungen um 6,0 %, bei den Diebstählen (- 1.007 Delikte) um 8,8 % und bei den Einbrüchen allgemein um 10,4 %. Es sind 1.047 Einbrüche von Jän. – Juli 2008 im Vergleich mit Jän. – Juli 2007 weniger registriert worden.

Auch bei den Einbruchsdiebstählen in Einfamilienhäuser konnte ein beträchtlicher Rückgang, und zwar um 31,9 % (d.s. um 587 Wohnhauseinbrüche weniger) verzeichnet werden. Gerade dieser Deliktsbereich wird von der Bevölkerung besonders schmerzhaft empfunden und tangiert das subjektive Sicherheitsgefühl der Bevölkerung massiv.

Diese eindrucksvollen Zahlen konnten mitunter deshalb erreicht werden, zu mal viele Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher in mechanische und/oder elektronische Sicherungsvorkehrungen investiert haben, und werden diese Investitionen vom Land Niederösterreich auch noch großzügig gefördert.

Büro- und Geschäftseinbrüche sind um 0,4 % rückgängig, wobei es auch in diesem Bereich (Kleinbetriebe) mittlerweile (seit März 2008) großzügige Förderungen seitens des Landes NÖ für mechanische und/oder elektronische Sicherheitsvorkehrungen gibt.

Einbrüche in Pkw und Kombi sind um 15,4 %, die Diebstähle von Pkw und Kombi um 3,0 %, die Diebstähle von Fahrrädern um 8,0 %, die Gelegenheitsdiebstähle 15,1 % und die Diebstähle von Mobiltelefonen um 13,0 % rückläufig.

Massiv zurückgegangen sind auch die Raubdelikte, und zwar um 29,8 %. Ebenso gab es bei den Betrugshandlungen (§ 146 StGB) einen Rückgang, und zwar um 13,2 %. Die gesetzten Maßnahmen, vor allem auch im Präventivbereich, sind von Erfolg gekennzeichnet, wie dies die Fakten belegen.

Im Repressionsbereich konnten bereits im Jahr 2008 zahlreiche Straftäter bzw. Tätergruppen ausgeforscht, zerschlagen und festgenommen werden. Die nach dem Wegfall der Schengen-Außengrenze gezielt geführten Ausgleichsmaßnahmen (AGM) und Schwerpunktaktionen, insb. auf Hauptverkehrsträgern, auf den Zu- und Abfahrten zu den Autobahnen und Siedlungsgebieten, sowie in Ballungszentren, zeigen Wirkung und wird diese erfolgreiche Arbeit durch die äußerst erfreulichen Fakten in der Statistik bestätigt.

Die von den NÖ-Sicherheitsbehörden/Exekutive gesetzten Maßnahmen führten bereits zu großartigen Erfolgen. Auch für das laufende Jahr 2008 werden sowohl in der Prävention als auch Repression, vor allem im Einbruchsbereich und bei Sachbeschädigungen, Schwerpunkte gesetzt.

Der erfolgreich eingeschlagene Weg zur Kriminalitätsbekämpfung wird konsequent weiterverfolgt, um auch in Zukunft die Kriminalität, die vorwiegend eine importierte ist, entsprechend bekämpfen zu können.