Betriebsassistent Hans Linsmeyer vor dem Entschlacker. Foto © EVN Matejschek

Der Frühling – der hoffentlich bald ins Land ziehen wird – nutzen viele, um sich von Ballast und Schadstoffen zu befreien. Auch der Müllverbrennungsanlage Dürnrohr steht eine solche Entschlackungskur bevor. Doch während das im persönlichen Bereich mit Fasten, Säften und Co bewerkstelligt wird, regieren in Dürnrohr Feuer, Stahl und Beton: Der 13m lange, 7 Meter hohe und 50 Tonnen schwere Nassentschlacker, der die Schlacke aufnimmt, die während der Verbrennung entsteht, wird per Schneidbrenner und Plasmaschneider zerlegt. Dafür arbeiten Fachkräfte in Tag- und Nachtschichten insgesamt 4.500 Arbeitsstunden.

Eine recht aufwendige Entschlackungskur, die aber Gott sei Dank nur alle rund 16-18 Jahre ansteht.

Pro Tonne Müll bleiben ca. 250 kg Schlacke übrig. Foto © EVN Matejschek

EVN Abfallverwertung NÖ: Aus Müll wird Energie

Die Thermische Abfallverwertungsanlage ist ein wichtiger Eckpfeiler des Energieknotens Dürnrohr. Das Energiepotenzial der Anlage beträgt 210 MW. Aus dem angelieferten Abfall entsteht Dampf, welcher zur Erzeugung von Strom sowie Fernwärme für die Gemeinde Zwentendorf und zwei Drittel der Landeshauptstadt St. Pölten verwendet wird. Zusätzlich wird die AGRANA Stärke GmbH mit Prozessdampf beliefert. Durch Energie aus Abfall werden dadurch fossile Energieträger eingespart. Ressourcenschonung, Verminderung von Emissionen und des Treibhauseffekts, eine erhöhte Luftqualität in der Region und eine Verbesserung der CO2-Bilanz sind das Ergebnis.

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