Wien: Raiffeisen-Bankengruppe NÖ-Wien und Niederösterreichische Versicherung zeichnen zum 35. Mal herausragende Leistungen von Polizei und Zivilpersonen aus.

Insgesamt 47 couragierte Frauen und Männer wurden am 14.07.11 im Raiffeisen Forum in Wien mit den Sicherheitsverdienstpreisen 2010 für Niederösterreich ausgezeichnet. Dr. Franz Prucher, Sicherheitsdirektor für Niederösterreich, Mag. Erwin Hameseder, Generaldirektor der Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien (RLB NÖ-Wien) und Dr. Hubert Schultes, Generaldirektor der Niederösterreichischen Versicherung, vergaben die Preise an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Exekutive sowie an engagierte Zivilpersonen.

„Die Kriminalstatistik zeigt, 2010 war eines der besten Jahre – Niederösterreich ist ein sicheres Land“, zeigte sich der Sicherheitsdirektor für Niederösterreich, Dr. Franz Prucher, anlässlich der Verleihung der Sicherheitsverdienstpreise für Niederösterreich überzeugt.

Generaldirektor Hameseder unterstrich die Bedeutung der engen Kooperation der Raiffeisen-Bankengruppe NÖ-Wien mit der Polizei und dankte auch in seiner Funktion als Präsident des „Kuratoriums Sicheres Österreich“ für die „großartige Zusammenarbeit“. „Hinschauen statt wegschauen – das ist ein wesentlicher Beitrag zur Sicherheit in Niederösterreich“, würdigte Hameseder ebenso die Leistungen der ausgezeichneten Zivilpersonen.

„Zivilcourage ist besonders wichtig“, unterstrich Generaldirektor Schultes und zeigte sich „tief beeindruckt von dem, was Menschen für die Sicherheit in Niederösterreich leisten“.

47 Frauen und Männer wurden für ihren Einsatz für die Sicherheit in Niederösterreich mit einer Urkunde und einer finanziellen Anerkennung geehrt. Der Sicherheitsverdienstpreis 2010 ist von der Raiffeisen-Bankengruppe NÖ-Wien und der Niederösterreichischen Versicherung mit insgesamt 8.800 Euro dotiert und wurde heuer bereits zum 35. Mal vergeben.

Informationen: NÖ-Sicherheitsdirektion

Die Preisträger 2010:

Landeskriminalamt Niederösterreich: Obstlt Alfred Schüller

Nach einer langen erfolgreichen Karriere bei verschiedenen Kriminalabteilungen wurde Oberstleutnant Alfred Schüller im Jahre 2005 als weiterer leitender Beamter zum LKA NÖ bestellt. Am Fronleichnamstag des Jahres 2010, kam es in einem Mehrparteienhaus in St. Pölten zur zu einer heftigen Explosion, wobei das Haus in sich zusammenbrach.

Durch die hervorragende Zusammenarbeit zwischen Rettung, Feuerwehr, Staatsanwaltschaft St. Pölten sowie Beamten des SPK St. Pölten und des LKA NÖ unter Leitung von Schüller, stand nach kurzer Zeit fest, dass sich zum Zeitpunkt der Explosion fünf Personen in dem Haus aufgehalten hatten. Weiters konnte durch die hervorragenden Recherchen des LKA NÖ innerhalb kürzester Zeit festgestellt werden, dass als Verursacher der Explosion von einem Gasgebrechen auszugehen war, was sich auch bestätigte. Durch die von Oberstleutnant Alfred Schüller im direkten Einvernehmen mit der Staatsanwaltschaft St. Pölten hervorragend koordinierten Erhebungen und Ermittlungen konnte dieser äußerst spektakuläre Unglücksfall innerhalb relativ kurzer Zeit geklärt und abgeschlossen werden.

Landeskriminalamt St. Pölten: ChefInsp. Christian Jäger

Nach umfangreichen und zeitaufwändigen Erhebungen unter Leitung von Chefinspektor Christian Jäger konnten im August 2010 in Wien 26 griechische Schlepper, die mit einem Autobus 23 illegale Migranten aus dem Irak und aus Afghanistan von Griechenland über Wien in den westeuropäischen Raum einschleusten, festgenommen werden. Die 26 Schlepper wurden in U-Haft genommen.

Im Zuge der von ChefInsp Jäger geleiteten umfangreichen Ermittlungen wurden als weitere führende Mitglieder der Schlepperorganisation ein irakischer Staatsbürger, der in Frankreich festgenommen und nach Österreich ausgeliefert wurde, sowie ein griechischer Staatsbürger ausgeforscht. Die Beamten unter der Leitung von ChefInsp Jäger erhoben, dass die griechische Schlepperorganisation von Februar bis August 2010 insgesamt 25 Fahrten mit zwei umgebauten Bussen durchgeführt hat. Hochgerechnet wurden so ca. 600 Personen eingeschleust.

Stadtpolizeikommando St. Pölten: Gr.Insp. Johannes Spreitzhofer, Gr.Insp. Werner Steinböck

Gruppeninspektor Johannes Spreitzhofer und Gruppeninspektor Werner Steinböck konnten als Beamte des Operativen Kriminaldienstes beim Stadtpolizeikommando St. Pölten durch ihr – über das übliche Maß weit hinausgehende – dienstliches Engagement und ihre Einsatzbereitschaft im Jahr 2010 zahlreiche Straftaten aufklären. So z.B. die Ausforschung von Tätern nach fünf Einbruchdiebstählen in Geschäftsvitrinen Österreich weit mit einem Gesamtschaden von ca. 2.000 Euro und die Aufklärung weiterer zehn Raubüberfälle auf suchtkranke Personen. Der Gesamtschaden betrug hier ca. 20.000 Euro.

Sowie die Klärung einer Einbruchserie im Stadtgebiet von St. Pölten und die Ausforschung mehrerer jugendlicher Erwachsener als Täter, die zumindest 28 Einbruchdiebstählen in St. Pölten und Wien mit einem Gesamtschaden in der Höhe von 15.000 Euro begangen haben.

Bezirkspolizeikommando Korneuburg: Bez.Insp. Markus Zaruba, Rev.Insp. Maximilian Schernhammer, Rev.Insp. Katja Tettauer, Rev.Insp. Harald Zach

Die Beamten der Polizeiinspektion Langenzersdorf / Bezirkskommando Korneuburg wurden wegen ihrer umfassenden Ermittlungen in Fällen von „Gewerbsmäßiger Untreue“, „Betrugshandlung“ sowie „Urkundenfälschung“ mit dem Sicherheitsverdienstpreis 2010 ausgezeichnet. Die Beamten konnten durch kriminalistischen Spürsinn eine Unregelmäßigkeit entdecken und somit viele andere Delikte zur Aufklärung bringen.

So deckten sie z.B. im März 2010 im Zuge einer Erhebung zu einem Fahrzeugdiebstahl Unregelmäßigkeiten bei PKW-Kaufverträgen bei einem Autohaus im Bezirk Korneuburg auf. Im Zuge der Überprüfung von insgesamt über 600 Kaufverträgen wurden 52 gefunden, bei denen ein PKW an eine nicht existente Person verkauft wurde. Insgesamt wurde der Beschuldigte der Staatsanwaltschaft Korneuburg wegen Verdacht des schweren gewerbsmäßigen Betruges, des Betruges, der Untreue in 55 Fällen und dem Verdacht der Urkundenfälschung in 58 Fällen mit einer Schadenssumme von 15.800 Euro gemeldet.

Bezirkspolizeikommando Tulln – Polizeiinspektion Tulln: Rev.Insp. Franz Gramer Dominik und Philipp Häusler (Zivilpersonen)

Revierinspektor Franz Gramer gelang es Diebstähle bei einer Tullner Firma mit einer Gesamtschadenssumme von 29.000 Euro zu klären. Im März 2010 erstattete der Chef einer Elektrotechnikfirma die Anzeige über einen Diebstahl von Stromkabeln im Wert von ca. 7000 Euro. Im Zuge der durchgeführten Erhebungen konnten zwei Angestellte als Beschuldigte ausgeforscht und angezeigt werden. Beide zeigten sich geständig. Durch die engagierten Erhebungen des Beamten konnten zudem auch zahlreiche weitere Delikte verhindert werden.

Weiters konnte Franz Gramer nach umfassenden Erhebungen zwei Männer aus Tulln ausforschen, die im Februar 2010 erhebliche Schäden an öffentlichen Anlagen und an privaten Kraftfahrzeugen, sowie Pkw-Einbrüche in der Tullner Park & Ride Anlage des Hauptbahnhofes begangen haben. Von den Tätern wurden, um sich den Drogenkonsum zu finanzieren, zahlreiche PKW-Scheiben eingeschlagen und Wertgegenstände gestohlen. Revierinspektor Gramer sticht mit seinem Engagement, seiner Motivation und seinen Erfolge hervor.

Philipp und Dominik Häusler gelang es zwei verdächtige Männer nach einem Diebstahl während der Flucht anzuhalten und der Polizei zu übergeben. Am 04. November 2010 wurden in einem Geschäft in Tulln zwei Asylwerber beobachtet, wie sie im Eingangsbereich Waren im Gesamtwert von 450 Euro in einer präparierten Kunststofftasche verstauten. Im Anschluss verließen die zwei Männer mit ihrem Diebsgut das Geschäft, worauf die Polizei verständigt wurde. Als die beiden Verdächtigen die Polizei wahrnehmen konnten, flüchteten sie sofort in Richtung Stadtpark.

Die Zivilpersonen Philipp und Dominik Häusler reagierten sofort und rannten hinter den flüchtenden Männern her. Philipp Häusler und sein Bruder Dominik konnten die Täter bereits nach wenigen Metern anhalten und den Polizeibeamten übergeben. Durch die rasche, couragierte Reaktion der Brüder Dominik und Philipp Häusler konnten die beiden Verdächtigen angehalten und angezeigt werden.

Bezirkspolizeikommando Melk: Gr.Insp. Anton Wittmann, PI Pöchlarn

Gruppeninspektor Anton Wittmann führte mit größtem persönlichem Einsatz und hervorragendem Fachwissen eine äußerst umfangreiche Tatortarbeit im Zuge von zwölf Kfz-Einbruchsdiebstählen. Unter vielfältigem Spurenmaterial konnte er eine daktyloskopische Spur (Fingerspur) sichern. Auf Grund dieser konnte der Tatverdächtige ausgeforscht werden.

Am 21. Juni 2010 wurde die Polizeiinspektion Pöchlarn / Bezirkspolizeikommando Melk in Kenntnis gesetzt, dass der mittels EU-Haftbefehl Gesuchte in Deutschland, nach Verübung gleichartiger Delikte wie in Österreich, festgenommen wurde.

Durch die ausgezeichnete Tatortarbeit des Gruppeninspektor Anton Wittmann konnte dem Täter in der Zeit vom 25.02.2010 bis 24.03.2010 in Niederösterreich, Oberösterreich und Tirol 1 Raub, 19 Einbruchsdiebstähle in Einfamilien- und Gartenhäuser, 105 Einbruchsdiebstähle in Kfz, 20 Diebstähle und versuchte Diebstähle aus Kfz, mit einem Gesamtschaden von ca. 70.000 Euro nachgewiesen und bei der Staatsanwaltschaft St. Pölten zur Anzeige gebracht werden.

Bezirkspolizeikommando Melk: Gr.Insp. Karl Traxler

Gruppeninspektor Karl Traxler ist seit Jahren in der Kriminaldienstgruppe der Polizeiinspektion Pöchlarn. Er ist nicht nur äußerst gewissenhaft und erfolgreich bei der Tatortarbeit im Bezirk Melk, sondern auch als Bearbeiter von Suchtgiftdelikten weit über den Bezirk hinaus tätig. Bei den von Karl Traxler geführten, äußerst umfangreichen Erhebungen, wurde im Frühjahr 2010 bekannt, dass ein Mann über einen längeren Zeitraum Suchtgift an mindestens 14 namentlich bekanntgewordene Abnehmer gewinnbringend weiterverkaufte. Am Wohnort des Beschuldigten konnten zahlreiche Suchtmittel sichergestellt werden. Der Straßenwert der weitergegebenen Suchtmittel liegt bei über 27 000 Euro, der Wert der sichergestellten Suchtmittel bei ca. 7.000 Euro.

Durch die außergewöhnlichen Leistungen Traxlers, die auch von den Gerichten und Staatsanwaltschaften mehrfach löblich erwähnt wurden, konnten in den letzten Jahren zahlreiche Beschuldigte wegen Delikten nach dem Suchtmittelgesetz (Erzeugung, Besitz, Konsum, Weitergabe) ausgeforscht, den Gerichten zur Anzeige gebracht und große Mengen Suchtmittel sichergestellt werden.

Bezirkspolizeikommando Lilienfeld: Chef.Insp. Karl Leitner-Grabner, Bez.Insp. Raimund Lipensky

Am 14. November 2010 gelang es Bezirksinspektor Raimund Lipensky gemeinsam mit Chefinspektor Karl Leitner-Grabner, Polizeiinspektion Hainfeld, im Zuge einer Alarmfahndung in Kleinzell drei Täter nach einem bewaffneten Raubüberfall auf ein Taxi im Bereich Gutenstein festzunehmen. Diese erfolgreich geführte Amtshandlung rief sowohl bei der Bevölkerung des Bezirkes, als auch bei den regionalen Medien ein äußerst positives Echo hervor. Beide Beamte tragen mit ihrer Arbeit wesentlich zur Hebung des Sicherheitsgefühles innerhalb der Bevölkerung und zum positiven Image der Polizei im Bezirk Lilienfeld bei.

Bezirkspolizeikommando Lilienfeld: Gr.Insp. Helmut Dornhofer, Gr.Insp. Christian Kausl

Durch ausgezeichnetes Fachwissen, hohes Engagement und Eigeninitiative gelang es den Gruppeninspektoren Helmut Dornhofer und Christian Kausl – im Zusammenwirken mit weiteren Beamten und dem Landeskriminalamt NÖ – zahlreiche Delikte im Suchtmittelbereich aufzuklären und anzuzeigen.

Kausl ist unverzichtbares Mitglied einer sehr effizienten Suchtmittelgruppe. Dornhofer verzeichnete in den Jahren 2008 bis 2010 bereits 293 Anzeigen nach dem Suchtmittelgesetz, führte zahlreiche Hausdurchsuchungen durch und verzeichnete Festnahmen sowie Sicherstellungen von Suchtmitteln. Beide konnten – auch im Zusammenwirken mit dem Landeskriminalamt NÖ – sehr schöne Erfolge erzielen.

Bezirkspolizeikommando Hollabrunn – Polizeiinspektion Zellerndorf: Bez.Insp. Richard Wagner, Gr.Insp. Karl Wittmann, Rev.Insp. Wolfgang Laudon

Die Beamten konnten einen Täter bei einem versuchten Raubüberfall auf eine Tankstelle in Pulkau festnehmen. Im Zuge der Ermittlungen konnten dem Täter noch vier weitere Raubüberfälle in Wien zugeordnet werden.

Bezirkspolizeikommando Baden – Polizeiinspektion Ebreichsdorf: Abt.Insp. Roland Gaus, Gr.Insp. Franz Lahner

Die Beamten Gaus und Lahner konnten durch ihre konsequenten Nachforschungen einen Fall von schwerem Diebstahl aufklären. Der Verdächtige hatte im Zuge mehrerer Diebstähle Baumaterial, Kabel etc. von Firmen entwendet und sich darüber hinaus mehrerer Einbruchsdiebstähle, sowie schwerer Diebstähle, Entziehung von Energie zum Nachteil von seinen Arbeitgebern im Schadensausmaß von fast 180.000 Euro schuldig gemacht.

Durch den Einsatz von Gaus und Lahner, die eine freiwillige Nachschau in Privaträumen des Verdächtigen bewirkt hatten, konnten gestohlene Gegenstände im Gegenwert von fast 100.000 Euro den Geschädigten wieder ausgehändigt werden.

Bezirkspolizeikommando Mödling – PI Vösendorf: Chef.Insp. Wolfgang Halwachs, Rev.Insp Andreas Ehrenberger, Rev.Insp. Markus Leonhard, Rev.Insp. Gerald Stampf, Rev.Insp. Markus Pöcksteiner. Insp. Carina Zoniga

Den angeführten Beamten der Polizeiinspektion Vösendorf (Kriminaldienstgruppe), gelang es durch vorbildlichen Diensteifer, umsichtiges Einschreiten, ausdauernde und klug geführte Erhebungen und Vernehmungen, im Jahr 2010 eine 6-köpfige Tätergruppe auszuforschen, welche gewerbsmäßig Suchtmittel in Form von Cannabiskraut und Cannabisharz verkauften bzw. teilweise auch zum Eigenkonsum verwendeten.

Die Ausforschung und Überführung der Verdächtigen, die im Umfeld nur eines Suchtkranken begann, sowie die Klärung der Straftaten sind ausschließlich der Einsatzbereitschaft, der Ausdauer und dem Engagement der in die Amtshandlung involvierten Beamten zuzuschreiben.

Bezirkspolizeikommando Zwettl: Bez.Insp. Andreas Weixlbraun, Bez.Insp. Manfred Holzbrecher, Gr.Insp. Franz Maier, Gr.Insp. Hermann Reiterer

Die ausgezeichneten Beamten konnten drei moldawischen Staatsbürgern Einbruchsdiebstähle in ein Lagerhaus in Schwarzenau und in Garagengebäude in Großhaselbach nachweisen. Weitere Erhebungen wurden von Beamten des Landeskriminalamts NÖ übernommen. Die festgenommenen moldawischen Staatsbürger sind dringend verdächtig zusätzlich auch noch acht weitere Einbruchsdiebstähle in Firmengebäude in Freistadt und Kefermarkt, Oberösterreich, begangen zu haben.

Die Festnahme der Tatverdächtigen konnte nur durch das besonnene, taktisch überlegte und von Ausdauer geprägte Vorgehen der beteiligten Beamten der Polizeiinspektion Schwarzenau und dem von besonderer Zivilcourage begleiteten Handeln dreier Zivilpersonen erfolgen.

Bezirkspolizeikommando Gmünd: Kontr.Insp. Peter Krislaty

Peter Krislaty befand sich außer Dienst in einer Wohnhausanlage in Gmünd, als ihn zwei Damen informierten, ein Mann wolle die Wohnungen für künftige Straftaten auskundschaften. Er begann sofort mit der Suche nach dem Verdächtigen. Als er ihn zur Rede stellte, kam es zu einem Handgemenge zwischen den beiden Männern. Der Mann flüchtete, doch aufgrund der genauen Angaben von Krisalty und der Zuführung weiterer Streifen durch die Bezirksleitstelle konnte der Verdächtige unmittelbar danach vorläufig festgenommen werden.

Bei dem Mann wurde Einbruchswerkzeug vorgefunden und im Zuge der weiteren Ermittlungen konnten ihm schließlich insgesamt 15 Einbruchsdiebstähle nachgewiesen werden. Es ist ausschließlich dem spontanen und couragierten Einschreiten von Krislaty zu verdanken, dass der Serieneinbrecher gestellt und vorläufig festgenommen werden konnte.

Bezirkspolizeikommando Krems: Essaid Berrahma (Zivilperson)

Franz P. konsumierte auf seiner Geburtstagsfeier am 18. Juni 2010 in Langenlois übermäßig Alkohol, was dazu führte, dass er auf dem Heimweg in den Loisbach stürzte. Er konnte sich aufgrund seiner Alkoholisierung allerdings nicht mehr selbst aus dem Bach retten, sondern nur noch am Gras der Böschung festhalten und um Hilfe rufen.

Diese Rufe hörte Essaid Berrahma und eilte dem Verunglückten sofort zur Hilfe. Bei dem Versuch, Franz P. aus dem Wasser zu ziehen, stürzte Essaid Berrahma jedoch selbst in den reißenden Fluss. Beim Rettungsversuch verletzte er sich selbst an der Schulter, schaffte es jedoch schlussendlich, sich selbst und Franz P. aus den Fluten zu bergen.

Bezirkspolizeikommando Horn: Anton Altphart, Anita Kopper, Manfred Kopper (Zivilpersonen)

Anton Altphart, Fuhrwerksunternehmer, war am 19. April 2010 mit einem seiner Lkw im Bezirk Horn unterwegs, als er auf eine Polizeistreife aufmerksam wurde. Er wurde von den Beamten über die Fahndung nach zwei Kastenwägen mit polnischen Kennzeichen informiert, was Altphart an seine Lkw-Chauffeure weitergab. Kurze Zeit später wurde er selbst auf die gesuchten Kastenwägen aufmerksam und meldete dies prompt an die PI Brunn an der Wild. Die dortigen Beamten konnten dank des umsichtigen Handelns von Anton Altphart die Fahndung entsprechend konzentrieren und dadurch die flüchtigen Täter rasch festnehmen.

In der Nacht vom 7. Dezember 2010 wurde Anita Kopper auf ein tschechisches Fahrzeug aufmerksam, das vor ihrem Haus abgestellt worden war. Der zugehörige Lenker hatte die Grundstücke von Familie Kopper und ihren Nachbarn betreten und offenbar ausspioniert. Die Fuß- und Reifenspuren, die er dabei hinterließ, wurden von der Streife Horn aufgenommen und führten dazu, dass der tschechische Lenker, der für zahlreiche Delikte in Österreich und Tschechien verantwortlich war, nur wenige Tage später festgenommen werden konnte.

Aufgrund umfangreicher Erhebungen und Vernehmungen sowie Tatortbegehung mit dem Täter durch die Kriminaldienstgruppe Horn, konnten dank Familie Koppers umsichtiger Unterstützung insgesamt 9 Einschleichdiebstähle in Bauernhöfe mit einer Gesamtschadenssumme von 28.000 Euro geklärt werden.

Bezirkshauptmannschaft Horn: Rev.Insp. Jürgen Strondl, Werner Loidolt (Zivilperson)

Am 13.12.2010 vormittags betrat ein österreichischer Staatsbürger die Amtsräume der Bezirkshauptmannschaft in Horn. Er begab sich dort in das Büro eines Sozialarbeiters, um mit diesem über eine Winterunterkunft zu sprechen. Als dieses nicht in seinem Sinne verlief, warf der Täter einen Sprengsatz in das Büro, in dem sich der Sozialarbeiter befand. Die Zündschnur brannte glücklicherweise nicht vollständig ab, sodass es zu keiner Explosion kam.

Der Sozialarbeiter flüchtete aus seiner Kanzlei und alarmierte die Polizei. Durch die genaue Täterbeschreibung konnte sich Revierinspektor Jürgen Strondl daran erinnern, den Täter im Stiegenhaus der BH Horn gesehen zu haben, und lief zurück ins Untergeschoss.

Dort konnte er den Verdächtigen im Eingangsbereich der BH Horn anhalten und wollte diesen festnehmen. Da sich dieser der Festnahme widersetzte, unterstützte der zufällig anwesende Werner Loidolt ohne zu zögern den Beamten tatkräftig mit Anwendung von Körperkraft bei der Festnahme. Der Täter konnte so sicher in Gewahrsam genommen werden.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Exekutive und im Bereich der Bezirkshauptmannschaften, die sich durch langjähriges Engagement in ihrem direkten Verantwortungsbereich Verdienste erworben haben:

Rev.Insp. Franz Pitzl: RevInsp Pitzl versieht seit vielen Jahren in der Kriminaldienstgruppe des Bezirkes Lilienfeld Dienst, wobei er sich auf die Tätigkeit als Präventionsbeamter spezialisiert hat. Durch ausgezeichnetes Fachwissen, hohes Engagement und Eigeninitiative gelang es ihm im Rahmen von zahlreichen Vorträgen den Bereich der Prävention – Jugendkriminalität, Suchtmittelkriminalität, Verhinderung von Eigentumsdelikten wie z.B.: Einbruch, Internetkriminalität usw. – im Bezirk Lilienfeld zu forcieren. So wurde von ihm beispielsweise das Projekt „Bleib sauber – Jugend OK“ betreut.

Abt.Insp. Josef Kipferl: Josef Kipferl versieht seit 1980 seinen Dienst beim SPK Schwechat und ist zurzeit als dritter Dienststellenleiter der PI Schwechat-Flughafen/Sonderdienste im Einsatz. Neben seiner administrativen Tätigkeit ist er vor allem bei Aufgaben und Amtshandlungen im Terminal- bzw. Flughafenbereich immer vor Ort und leitet die ihm unterstellten Beamten vorzüglich. So gilt AbtInsp KIPFERL als Kontaktperson für all jene Institutionen, welche am Flughafen vor allem mit Passagierleit- und Sicherheitsaufgaben betraut sind.

Johann Reinhalter: Johann Reinhalter ist Fachgebietsleiter für Polizeiwesen und Katastrophenschutz an der Bezirkshauptmannschaft Wiener Neustadt und seit vielen Jahren vielfältig und erfolgreich im Bereich der öffentlichen Sicherheit engagiert. Sein überdurchschnittliches Engagement findet vor allem in einer intensiven Tätigkeit in derzeit insgesamt in fünf landesweiten Arbeitsgruppen ("Waffenrecht", "Vereinsrecht", "Fremdenrecht", "Polizei- und Sicherheitswesen", "Katastrophenschutz") für das Land NÖ zu aktuellen Sicherheitsthemen und insbesondere zu Fragen des Fremdenrechtes Niederschlag.

FOI Hermine Fischer: FOI Hermine Fischer ist seit 1974 bei der Bundespolizeidirektion Wiener Neustadt beschäftigt. Seit 2006 ist sie Leiterin des Strafvollzuges im Strafamt der verwaltungspolizeilichen Abteilung der BPD Wiener Neustadt. Nicht zuletzt ist es durch ihre ausgezeichnete Arbeit möglich, dass alle Verwaltungsakte abgeschlossen werden, und die Beschuldigten ihre Verwaltungsstrafen auch bezahlen. Sie leistet gemeinsam mit ihrem Referatsleiter einen wesentlichen Beitrag zu einem effizienten Vollzug des Verkehrsrechtes und somit für die Sicherheit im Straßenverkehr in Niederösterreich.

BH HR Dr. Gerhard Schütt (Mistelbach): Bezirkshauptmann Dr. Gerhard Schütt ist seit vielen Jahren erster Ansprechpartner für das BPK Mistelbach, wenn es um Belange des Fremden- oder Verkehrsrechtes geht. Seit Jahren koordiniert er perfekt die Zusammenarbeit zwischen Bezirkshauptmannschaft, Polizei, Bundesheer, Freiwilliger Feuerwehr und Rotem Kreuz. Aufgrund seiner jahrzehntelangen Erfahrung sind seine Direktiven wesentlich für den erfolgreichen Exekutivdienst und tragen auch immer wieder zu unbürokratischen Problemlösungen bei. Sein Engagement und seine kluge Verhandlungsführung waren maßgeblich, dass das Polizei-Kooperationszentrum in Drasenhofen etabliert werden konnte.

Fachgebietsleiter Herbert Prokschi: Herbert Prokschi ist Fachgebietsleiter der BH Mistelbach und für das Referat Verkehr und Katastrophen zuständig. In dieser Eigenschaft hat er dem BPK Mistelbach unzählige Male bei verkehrstechnischen Fragen und Problemen geholfen. Weiters war Herbert Prokschi bei verschiedenen Katastrophenübungen in Zusammenarbeit mit anderen Blaulichtorganisationen bei der Strategieentwicklung sowie bei der Durchführung tätig. Er hat während dieser Übungen tatkräftig im Einsatzstab mitgewirkt und hat durch seine gewissenhafte und ruhige Arbeitsweise maßgeblichen Anteil am Erfolg.

BH a.D. Dr. Helmut Leiss (Baden): Hofrat Dr,. Helmut Leiss war bis 2000 fünf Jahre lang Bezirkshauptmann von Wien-Umgebung und danach bis 2010 in Baden. Während seiner gesamten beruflichen Tätigkeit war er der Sicherheitsexekutive sehr verbunden und hat stets intensiv und engagiert für die Sicherheit in seinem Zuständigkeitsbereich gearbeitet. Die intensive Wahrnehmung der Verantwortung für die Sicherheitsbelange und sein Engagement auf diesem Gebiet hat ihn ausgezeichnet und ihn auch aus dem Kreis seiner Amtskollegen herausgehoben. Als Bezirkshauptmann von Baden war er zuletzt unter anderem verantwortlich für den sensiblen Bereich der Bundesbetreuungsstelle für Asylwerber in Traiskirchen. Durch seine fachliche Kompetenz, seine rechtlich einwandfreie und besonnene Vorgangsweise hat er ganz wesentlich dazu beigetragen, dass es zu keinen größeren Sicherheitsproblemen in diesem Bereich gekommen ist. In schwierigen Situationen hat er immer sehr souverän agiert, hat aber nie die humanitären Aspekte hinsichtlich aller Betroffenen außer Acht gelassen.

Reg.Rätin ADir. Rudolfine Rädler: 1968 kam es zur Errichtung des Asylwerberreferates in Traiskirchen. Sie wurde als Schriftführerin für Niederschriften und Bescheide in die damalige Außenstelle nach Traiskirchen entsandt, wo sie wesentlich zur Abarbeitung der riesigen Aktenmengen beitrug. Als Leiterin des Grenzkontrollreferates war sie für die Erlassung sämtlicher Verordnungen die Grenzübergänge in NÖ betreffend, zuständig. Ferner war Rudolfine Rädler auch für sämtliche Angelegenheiten der Staatsgrenze des Bundeslandes Niederösterreich zuständig, wie z.B. Staatsgrenzzeichen und Grenzbegehungen. Sie trug dadurch über Jahre und Jahrzehnte zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung im Bundesland Niederösterreich bei.

Informationen: NÖ-Sicherheitsdirektion