Bezirk Wien-Umgebung: Am 23.06.10 gegen 17.25 Uhr betrat eine maskierte männliche Person das Postamt in 2326 Maria Lanzendorf und bediente sich selbst in der Kassenlade.

Der unbekannte Täter beugte sich unverzüglich über das Kundenpult, griff in die dort geöffnete Kassenlade und entnahm daraus Bargeld. Ein hinter dem Pult stehender 45-jähriger Postangestellter nahm in der Jackentasche des Unbekannten eine größere Faustfeuerwaffe wahr, fasste den Täter an seiner Oberbekleidung und es entwickelte sich ein kurzer Kampf. Der unbekannte Täter konnte sich befreien und flüchtete in eine gegenüberliegende Wohnhaussiedlung, wo er von Jugendlichen beobachtet wurde. Der Postangestellte wurde bei dem Überfall nicht verletzt.

Aufgrund von Personenbeschreibungen soll der Täter einen Vollbart, welcher im Kinnbereich zu zwei Zöpfen gebunden war, getragen haben. Im Zuge der eingeleiteten umfangreichen Ermittlungen von Beamten des Landeskriminalamtes Niederösterreichs gemeinsam mit Beamten der Polizeiinspektion Leopoldsdorf konnte am 08.07.2010 ein Beschuldigter, auf welchen annähernd die Personenbeschreibung des Täters, 180 cm groß, schlank, Kinnbart, zutraf, ermittelt werden.

Bei dem Beschuldigten handelt es sich um einen 31-Jährigen aus dem Bezirk Wien-Umgebung. Im Zuge der Einvernahme war dieser zur Straftat geständig und gab als Grund für den Überfall auf das Postamt an, Bargeld für seinen Suchtmittelkonsum benötigt zu haben. Er bestreitet jedoch eine Waffe in seiner Jackentasche getragen zu haben, sondern will diese lediglich durch ein Stück Holz vorgetäuscht haben.

Rudolf J. wurde in das Gefangenenhaus Korneuburg eingeliefert.

SID-NOE