Rotes Kreuz setzt auf Kernaufgaben im COVID19-Einsatz Rettungsdienst, Betreuung zuhause und Essensausgabe

Die aktuelle Situation erfordert auch beim Roten Kreuz Niederösterreich besondere Maßnahmen: so wird aktuell die gesamte Kraft auf die Versorgung der Bevölkerung bei lebenswichtigen Maßnahmen verstärkt, andere Bereiche werden zurückgefahren. Derzeit gilt der Hauptfokus den Erfordernissen des Rettungsdienstes als auch der Betreuung zuhause, beide Dienstleistungen sollen aufrechterhalten werden. Auch die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln – sei es durch das „zuhause Essen“ oder die Team Österreich-Tafeln – bleibt im Angebot bestehen.

Aufgrund der derzeitigen Situation, bündelt das Rote Kreuz alle Ressourcen, um verstärkt die lebensnotwendigen Bereiche im COVID19-Einsatz zu unterstützen. Daher wurden Angebote wie beispielsweise die Kinderkrippen, die Kinderburg Rappottenstein, einige niederschwellige Angebote für Senior/innen (z.B Ausflüge) und Ähnliches zurückgefahren. Zudem mussten zahlreiche Kurse abgesagt und die notwendigen Kursangebote beispielsweise für Rettungssanitäter nach Möglichkeit auf online-Schulungen und Livestreamings umgestellt werden. Viele Mitarbeiter/innen nutzen zudem die Möglichkeit ihre Arbeit von daheim aus zu erledigen.

Dennoch ist es notwendig geworden, für 223 Mitarbeiter/innen Kurzarbeit zu beantragen. Dies betrifft einerseits Mitarbeiter/innen in der Verwaltung bzw. aus den angesprochenen zurückgefahrenen Bereichen, wie auch Mitarbeiter/innen der Risikogruppe 60 plus oder solche mit entsprechenden Vorerkrankungen, die besonders geschützt werden müssen oder nicht mehr wie gewohnt einsetzen werden können. Diese Maßnahme wird aufgehoben, sobald der Normalbetrieb wieder aufgenommen werden kann.

Wir haben uns diese Entscheidung nicht leicht gemacht und gemeinsam mit den Bezirksstellenverantwortlichen jede Mitarbeiterin und jeden Mitarbeiter, den wir zur Kurzarbeit anmelden, einzeln geprüft, damit wir Härtefälle vermeiden“, betont Präsident Josef Schmoll, Rotes Kreuz Niederösterreich.

Ich bedanke mich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr Engagement. Was jetzt zählt, ist, dass wir gemeinsam diese Situation meistern“, erklärt Schmoll. „Gerade jenen, die jetzt auf Kurzarbeit gehen, möchte ich ganz besonders danken – wir werden diese Maßnahme jedenfalls so schnell wie möglich wieder aufheben.“

Informationen-Fotos: Mag. Sonja Kellner, PhDr. Andreas Zenker, MSc., MBA, Österreichisches Rotes Kreuz