Bezirk Neunkirchen: Ein 49-Jähriger aus Wr. Neustadt lenkte am 14. November 2017 gegen 11.15 Uhr ein Sattelzugfahrzeug mit Sattelanhänger auf der B27 in Schwarzau im Gebirge.

Dies aus Schwarzau im Gebirge kommend in Fahrtrichtung Reichenau an der Rax.

Der Sattelanhänger war mit Quarzsand vollbeladen. Auf der "Frohnbachbrücke" kippte das Sattelkraftfahrzeug aus bisher unbekannter Ursache um und durchstieß das Brückengeländer. Es schlitterte etwa 30 Meter die Fahrbahn entlang und riss das Geländer komplett nieder.

Danach kam das Sattelkraftfahrzeug auf der Fahrbahn zum Liegen. Die Ladebrücke des Sattelanhängers hing die Brücke hinunter, nur gehalten durch die Kipphydraulik.

Der Lenker wurde mit dem Rettungswagen in das Landesklinikum Wr. Neustadt verbracht.

Das Fahrzeug wurde von den Freiwilligen Feuerwehren Nasswald, Schwarzau im Gebirge und Wiener Neustadt geborgen.

Die B27 war in der Zeit von 11.20 Uhr bis 13.15 Uhr und von 15.45 Uhr bis 18.30 Uhr erschwert passierbar. In der Zeit von 13.15 Uhr bis 15.45 Uhr war die B27 zwischen Nasswald und Kaiserbrunn zur Gänze gesperrt.

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feuerwehr.jpgFeuerwehrbericht: Großes Glück hatte am 14.11.2017 ein Lkw- Lenker im Gemeindegebiet Naßwald im Bezirk Neunkirchen. Aus unbekannter Ursache stürzte ein mit Steinbruchsand beladener Sattelzug auf einer Brücke über die Schwarza um und durchbrach das Brückengeländer.

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Während der Aufleger über die Brücke hing und abzurutschen drohte, verfing sich das Führerhaus am Straßenrand und verhinderte so ein gänzliches abstürzten. Dieser Umstand rettete dem Lenker vermutlich das Leben.

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Die Feuerwehr Wiener Neustadt unterstützte die örtliche Feuerwehr mit dem schweren Kranfahrzeug. Der Sattelzug kam seitlich zu liegen. Dem Lenker gelang es trotz Verletzungen, noch selbst aus der Fahrerkabine kriechen. Er wurde vom Rettungsdienst versorgt und anschließend ins Krankenhaus gebracht.

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Die örtlich zuständige Feuerwehr Naßwald, welche gegen 11.30 Uhr an der Einsatzstelle eintraf, veranlasste neben vorläufiger Sicherungsmaßnahmen des Lkws auch die Alarmierung des Kranfahrzeuges der Feuerwehr Wiener Neustadt.

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Nach dem Eintreffen der Feuerwehr Wiener Neustadt musste der Sattelzug erst durch zwei weitere Seilwinden gesichert werden und anschließend wieder auf die Brücke gehoben werden.

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Die Bergung selbst erfolgte dann ebenfalls durch den 48 Tonnen Kran und war sehr aufwändig. Der gesamte Bergeeinsatz dauerte fast sechs Stunden.

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Die Feuerwehr Wiener Neustadt stand neben dem großen Kranfahrzeug noch mit vier weiteren Fahrzeugen im Einsatz. Die Feuerwehr Wiener Neustadt verfügt für derartige Einsätze über einen 48 Tonnen schweres Kranfahrzeug. Damit können Lasten bis 55 Tonnen gehoben werden. Das Kranfahrzeug wird vom Landesfeuerwehrverband gestellt und von der Feuerwehr Wiener Neustadt betrieben. Der Kran kann von Feuerwehren und Behörden im Bedarfsfall angefordert werden. Haupteinsatzgebiet ist das südliche Niederösterreich und Teile des Burgenlandes.

Informationen-Fotos: SB Daniel Steiner, Presseteam der Feuerwehr Wiener Neustadt, Freiwillige Feuerwehr Wiener Neustadt, www.ffwrn.at