Durch eine länderübergreifende Polizeiaktion konnte in Österreich, Deutschland, Frankreich und Polen ein international tätiger Schlepperring ausgeforscht werden.

Bei 38 Hausdurchsuchungen wurden am 24.09.09 in mehreren Ländern 77 Verdächtige überprüft, sieben konnten festgenommen werden – einer der Hauptverdächtigen in Vorarlberg.

Die Bande führte mindestens 45 Schleppungen mit 514 Flüchtlingen durch. Bis zu 13.000 Euro dürften pro Flüchtlinge verlangt worden sein. Die Gruppe setzte sich aus zwei Polen und 14 Russen zusammen.

Die Kontakte zu den Geschleppten wurden in deren Heimatländern beziehungsweise in polnischen Flüchtlingsheimen hergestellt. Hauptzielgruppe des Schlepperrings waren Tschetschenen, Inder, Pakistani und Bangladeschi.

Der in Österreich lebende verdächtige Tschetschene konnte in einem Bregenzer Flüchtlingsheim verhaftet werden. Bei elf Schleppungen dürfte der Verdächtige als Hauptdrahtzieher fungiert haben. Er soll nach Deutschland ausgeliefert werden.

Informationen-Foto: BM.I