Landeskriminalamt: Eine 32-jährige Rumänin ist verdächtig, in der Zeit von Oktober 2006 bis Ende 2007 durch glaubwürdige Vorgabe von Notsituationen verschiedene Personen in Niederösterreich und Oberösterreich zu Überweisungen und auch zu Übergaben von Bargeld veranlasst zu haben, wodurch eine derzeit bekannte Schadenssumme von € 73.000 entstanden sein dürfte.

Im Zuge der Erhebungen der Beamten des Landeskriminalamts Niederösterreich, Außenstelle St. Pölten, wurde bekannt, dass von Personen in Niederösterreich und Oberösterreich immer wieder Geldbeträge per Überweisungen nach Rumänien transferiert worden waren.

Bei den Einvernahmen gaben die betroffenen Personen an, dass sie die 32-Jährige teilweise in Bordells in Niederösterreich, Linz und auch in Tschechien kennen gelernt hatten. Bei Gesprächen und Telefonaten aus Rumänien hätte die Beschuldigte immer wieder äußerst glaubwürdig ihre Notsituationen vorgegeben und so die Personen veranlasst, ihr Geldbeträge nach Rumänien zu überweisen.

Aufforderungen zur Rückzahlung der überwiesenen Beträge soll die Rumänin jedoch beharrlich ignoriert haben. Die bisher bekannte Schadenssumme will die 32-Jährige in Rumänien nur zu einem Teil für sich selbst verwendet haben. Einen Großteil des Geldes will die nach ihren Angaben ausgebildete Volksschullehrerin an aidskranke oder behinderte Kinder, Kinderheime und die Kirche in Rumänien gespendet haben.

Die Beschuldigte wurde am 04.03.2008 von Beamten des Landeskriminalamts Niederösterreich, Außenstelle St. Pölten, festgenommen und in die Justizanstalt Krems/Donau eingeliefert.