NÖ-Sicherheitsdirektion: Wie bereits in einer Presseaussendung vom 30.01.2007 mitgeteilt, betrat am 29.01.2007, gegen 16.40 Uhr, eine vorerst unbekannte Person ein Bankinstitut in 2572 Kaumberg im Bezirk Lilienfeld und gab dem Filialleiter gegenüber vermutlich an, ein Konto eröffnen zu wollen.

Als der Bankangestellte sich kurz in der dortigen Küche aufhielt um dem Kunden einen Kaffee zu servieren, wurde er plötzlich mit einem Messer bedroht und mit Handschellen gefesselt. In weiterer Folge begab sich der Unbekannte in den Kundenraum um dort die Reinigungsfrau mit einem Klebeband zu fesseln und wollte aus der Kassa Bargeld entnehmen, was ihm jedoch nicht gelang.

Nun löste der unbekannte Täter die Handschellen des Bankangestellten und dieser musste unter Drohung mit dem Messer den Tresor öffnen. Der mutmaßliche Täter entnahm daraus Banknoten in der Höhe von knapp € 100.000. Danach flüchtete der Unbekannte unter weiterer Drohung aus dem Bankgebäude in unbekannte Richtung.

Im Zuge von umfangreichen Ermittlungen auch in Zusammenarbeit mit der spanischen Polizei konnte der heute 34-jährige Beschuldigte österreichische Staatsbürger Mario W. am 27.05.2008 in Spanien nach der Begehung von zahlreichen Betrugshandlungen und Dokumentenfälschung in Spanien festgenommen werden. Der 34-Jährige wurde infolge aufgrund bestehenden Haftbefehls am 06.02.2009 nach Österreich ausgeliefert und in die Justizanstalt St. Pölten eingeliefert.

Der 34-Jährige war bereits am 27.03.2004 nach der Begehung von mehreren Diebstählen und Betrugshandlungen in die Justizanstalt Hirtenberg eingeliefert worden. Am 08.03.2005 kehrte er von einem mehrtägigen Ausgang aus der Haftstrafe in die Justizanstalt Hirtenberg nicht mehr zurück und war bis zu seiner Festnahme in Spanien per Haftbefehl gesucht.

Dem Beschuldigten werden nachfolgende Delikte zur Last gelegt: Der 34-Jährige wird beschuldigt, im März 2005 in Wien einen Einbruchsdiebstahl in ein Gebäude (Diebsgut: Bargeld in unbekannter Höhe) und einen Diebstahl (Diebsgut: Geldbörse mit € 400 und einen Rucksack) begangen zu haben. Weiters soll er im Jänner 2007 in Wiener Neudorf in einen Firmenlagerplatz eingedrungen sein, einen PKW dort aufgebrochen und infolge gestohlen zu haben. Am 23.01.2007 soll er zudem in Bad Vöslau bei einem PKW-Einbruchsdiebstahl € 70 Bargeld und eine Bankomatkarte aus dem PKW erbeutet haben, mit der er anschließend eine vers. Bankomatkartenbehebung durchgeführt haben dürfte. Am 28.01.2007 dürfte der Beschuldigte in Baden einen weiteren Einbruchsdiebstahl in einem PKW verübt und dabei eine Handtasche mit einer Geldbörse und € 80 Bargeld bestohlen haben.

Neben den oben angegebenen Delikten wird der 34-Jährige auch beschuldigt, im Jänner 2007 mehrere Urkunden und unbare Zahlungsmittel in Wr. Neudorf, Bad Vöslau und Baden unterdrückt zu haben. Weiters soll er im Zeitraum von 1997 bis 2007 mehrere, teilweise auch schwere Betrugshandlungen gesetzt haben, indem er durch Vortäuschung seiner Zahlungswilligkeit und Zahlungsfähigkeit sowie auch unter Verwendung mehrere Alias-Identitäten (ua durch Vorweisung von verfälschten Urkunden wie Reisepässe etc.) einer Vielzahl von Handynetzbetreibern einen Schaden in noch nicht bekannter Höhe zufügte (ua. durch Freischaltungen von Mobiltelefonen und Herstellung von Telefonverbindungen).

Des Weiteren ist er verdächtig, unter falscher Identität und Verwendung von gefälschten Urkunden im März und April 2005 bei 2 Banken in Wien Konten eröffnet, Überziehungsrahmen eingeräumt und durch Überziehungen der Konten einen Gesamtschaden in der Höhe von mindestens € 7.350 verursacht zu haben. Abschließend dürfte der Beschuldigte noch im Jänner 2007 2 Tankstellen in Natters/Tirol und Altenmarkt bei Fürstenfeld in der Höhe von jeweils € 50 geschädigt haben, indem er Treibstoff auf Kredit bezog, diesen jedoch nicht zurückzahlte.