Sichere Geldgeschäfte für Seniorinnen und Senioren, Polizei und Wirtschaftskammer geben Sicherheitstipps für Seniorinnen und Senioren.

Wien – Das Innenministerium und die Wirtschaftskammer Österreich (WKO) veröffentlichen aus aktuellem Anlass Tipps für Seniorinnen und Senioren für den richtigen Umgang mit Geldgeschäften. „Ältere Menschen sind einem besonderen Risiko durch das Coronavirus ausgesetzt. Ihre Versorgung zuhause, auch die finanzielle, ist uns daher ein besonderes Anliegen“, sagt Innenminister Karl Nehammer. „Diese Verhaltensregeln und Tipps sollen den älteren Menschen vor allem rund um die Auszahlung der Pensionen am Monatsersten Handlungssicherheit geben“, sagt Franz Rudorfer von der Sparte Banken und Versicherungen der WKO.

„Gerade wir Seniorinnen und Senioren müssen Menschenansammlungen schon zum eigenen Schutz vermeiden“, ergänzt die Präsidentin des Österreichischen Seniorenrates, Ingrid Korosec. „Meine Bitte daher: Gehen Sie nicht gleich zum Monatsersten auf die Bank. Machen Sie sich telefonisch einen Termin mit Ihrem Bankbetreuer aus. Und: Wenn Sie eine Vollmacht zum Geldabheben erteilen, dann nur an gut bekannte Personen, niemals an Unbekannte.“

Pensionsauszahlungen
Die Pensionen werden wie gewohnt am Monatsersten ausbezahlt. Die Auszahlung des Pensionsgeldes erfolgt weiterhin auf das Pensionskonto. Pensionen, die bis dato per Post zugestellt wurden, werden auch weiterhin persönlich zugestellt. Die Zustellung erfolgt kontaktlos unter Einhaltung der vorgeschriebenen Hygiene- und Verhaltensregeln. Der Kunde ist aufgefordert, den Geldbetrag zu überprüfen und den Empfang mittels Unterschrift auf einem Beleg mit dem eigenen Kugelschreiber zu bestätigen.
Für das Bundesland Wien gilt, dass die Pensionen weiterhin in den Filialstandorten der Post abgeholt werden müssen. Die Sparte Banken und Versicherungen der WKO ersucht, Ansammlungen von Personen in den Bank- und Postfilialen rund um den Monatsersten zu vermeiden, und bittet, diese Geldgeschäfte auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben.

Sichere Geldgeschäfte
Die Gesundheit der Menschen steht an oberster Stelle. Es gilt daher, die Notwenigkeit eines Bankbesuchs vorab zu hinterfragen. Die zahlreichen Online-Angebote der Bankinstitute können oftmals den Weg in die Bank ersparen. Sollte der Besuch einer Bankfiliale dennoch absolute Dringlichkeit haben und nicht aufschiebbar sein, dann ist folgende Vorgehensweise ratsam:
• Bei dem Besuch in der Bank gilt es, Distanz und den Mindestabstand von einem Meter einzuhalten.
• Neben dem persönlichen Kontakt zur oder zum Bankangestellten am Schalter können die Bankomaten oder die Selbstbedienungsautomaten in den Filialen genutzt werden.
• Die Polizei ersucht, keine großen Mengen an Bargeld oder Wertgegenstände mit sich zu führen.
• Nach der Erledigung der Geldgeschäfte sollten die Hände gründlich mit Seife oder Desinfektionsmittel gereinigt werden.

Lösungen für den Einzelfall
Sollte ein persönlicher Kontakt zur Bank dringend erforderlich sein, rät die WKO, vorab telefonisch mit der Betreuerin oder dem Betreuer einen Termin zu vereinbaren. Die Notwendigkeit eines persönlichen Besuchs sollten zuerst telefonisch besprochen und etwaige andere Möglichkeiten ins Auge gefasst werden.
Eine Alternative ist die Behebung von Bargeld durch ein Familienmitglied. Dazu ist die Ausstellung einer Vollmacht und ein Identitätsnachweis nötig. Die genaue Vorgehensweise soll zuerst telefonisch mit der Bankbetreuerin und dem Bankbetreuer abgeklärt werden. Die Polizei rät, keinesfalls unbekannte Personen mit dieser Aufgabe zu betreuen.

Allgemeine Tipps im Umgang mit Geldgeschäften:
• Verlassen Sie die eigenen vier Wände nur für dringende Bankgeschäfte.
• Halten Sie dabei immer Distanz. Sei es in den Filialen, vor dem Bankomaten, aber auch zu Familienmitgliedern, die Ihnen bei Geldgeschäften behilflich sind.
• Vertrauen Sie nur Ihren Familienangehörigen oder engen Bekannten.
• Übergeben Sie Ihre Bankomat- und Kreditkarten keinesfalls fremden Personen.
• Lassen Sie sich nicht von fremden, hilfsbereiten Personen zu schnellen Handlungen und Unterschriften an der Haustür verleiten.
• Verwenden Sie nach Möglichkeit kontaktloses Bezahlen.
• Vermeiden Sie es, große Mengen an Bargeld und Wertgegenständen mit sich zu führen oder zu Hause zu verwahren.

Rückfragehinweis: Markus Haindl
Informationen: Mit freundlichen Grüßen, Landespolizeidirektion Niederösterreich, Büro Öffentlichkeitsarbeit und interner Betrieb, Referat Medien/Veranstaltungsmanagement, Pressesprecher Raimund Schwaigerlehner, GrInsp., Neue Herrengasse 15, A-3100 St. Pölten