Bezirk Wien-U.: In hervorragender Zusammenarbeit des Landeskriminalamtes Niederösterreichs, Ermittlungsbereich Suchtmittelkriminalität, und dem Zollamt Eisenstadt, Flughafen Wien, sowie des Bezirkpolizeikommandos Wr. Neustadt wurden im Rahmen einer gemeinsamen Schwerpunktaktion im Ankunftsbereich des Wiener Flughafens am 17.01.2008 Flüge aus dem karibischen Raum kontrolliert.

Im Zuge dieser Amtshandlung wurden unter anderem 3 österreichische Staatsbürger, die 34-jährige Yvonne O., der 57-jährige Josef Z. und der 51-jährige Helmut S. zur Zollkontrolle gebeten. Bei der Durchsuchung konnten diverse Flaschen, Fässer und Dosen vorgefunden werden und es bestand der Verdacht, dass sich in diesen Suchtmittel befinden könnte. Die 3 Reisenden wurden daraufhin gemeinsam mit ihrem Reisegepäck den Beamten des Landeskriminalamtes Niederösterreich zur weiteren Amtshandlung übergeben.

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Bei der Überprüfung durch die Beamten konnten in 2 Rumfässern, 5 Rumflaschen und 10 Cremedosen 20.074 Gramm Kokain sichergestellt werden. Das sichergestellte Kokain dürfte einen Schwarzmarktwert von ca. 2 Millionen Euro haben.

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Die weitere Erhebungen ergaben, dass der 50-jährige österreichische Staatsbürger Peter K. gemeinsam mit seiner 28-jährigen Ehegattin Mayra K. (Staatsbürgerin der Dominikanischen Republik) und dem 49-jährigen österreichischen Staatsbürger Michael Y. beschuldigt wird, seit dem Jahr 2006 einen umfangreichen Kokainschmuggel von der Dominikanischen Republik mit dem Flugzeug nach Österreich und weiter mit PKWs in die Niederlande organisiert zu haben.

Von diesen Beschuldigten dürften jeweils mehrere Kuriere in die Dominikanische Republik geschickt worden sein, um das Kokain nach Österreich zu transportieren. Bei diesen Schmuggelflügen soll das Kokain ebenfalls in den bereits angeführten Behältnissen versteckt gewesen sein.

Ein Teil der Kuriere dürfte vom Kokainschmuggel Kenntnis gehabt haben. Sie sollen mit € 2.000 bis € 5.000 pro Flug entschädigt worden sein. Bei einem weiteren Teil der Kuriere handelte es sich vermutlich um "normale" Urlaubsreisende. Diesen Personen dürften für die Mitnahme der Schmuggelbehältnisse günstige Restplätze angeboten bekommen und vom Kokainschmuggel nichts gewusst haben. Insgesamt dürften die Beschuldigten ca. 90 kg Kokain geschmuggelt haben.

Von den Beamten konnten 7 Personen verhaftet und in die Justizanstalt Korneuburg eingeliefert werden. Weitere 8 Kuriere, welche vom Drogenschmuggel vermutlich keine Kenntnis hatten, wurden auf freiem Fuß angezeigt.

Der Schwarzmarktwert des via Österreich in die Niederlande geschmuggelten Kokains dürfte sich auf ca. 9 Millionen Euro belaufen.