Baden: Vorerst unbekannte Täter deponierten am 31.12.2010, gegen 00.18 Uhr, in einer Telefonzelle in 2500 Baden einen Sprengsatz und zündeten diesen.

Durch die Wucht der Explosion wurden alle drei Seitenteile der Telefonzelle und auch die Tür aus den Verankerungen gerissen und bis zu zehn Meter weit geschleudert.

Nach Übernahme der Amtshandlung durch Beamte des Landeskriminalamtes Niederösterreich, Ermittlungsbereich Brand und Assistenzbereich Fahndung, konnte festgestellt werden, dass für die Sprengung der Telefonzelle ein pyrotechnischer Gegenstand in Form einer kugelförmigen sogenannten „Bombe“, welche in Tschechien oder der Slowakei vertrieben werden, verwendet worden war.

Aufgrund umfangreich durchgeführten Befragungen und Einvernahmen konnten die Beamten des Landeskriminalamtes Niederösterreich vier österreichische Staatsbürger im Alter von 24 bis 26 Jahren, aus dem Bezirk Baden, als Beschuldigte ausforschen.

Bei den durchgeführten Einvernahmen waren die vier männlichen Personen schließlich geständig, nach einem Lokalbesuch in Baden die Telefonzelle durch Verwendung eines pyrotechnischen Gegenstandes gesprengt zu haben.

Sie wollten eine Rakete in einer Telefonzelle zünden, um zu sehen was passieren würde. Dass dabei ein so großer Schaden angerichtet würde, sei nicht in ihrer Absicht gestanden und hätten sie nicht bedacht. Der durch die Zerstörung der Telefonzelle entstandene Schaden wird mit etwa 3.500 Euro beziffert. Personen wurden nicht verletzt.

SID-NOE