Bezirk Melk: Warnung vor Polizeitrick

Bedienstete der Polizeiinspektion Melk wurden am 14. Oktober 2021, in der Zeit von 11.10 Uhr bis 15.00 Uhr, über mehrere Betrugsversuche im Stadtgemeindegebiet von Melk in Kenntnis gesetzt.

Unbekannte Täter sollen zumindest neun Mal unter Vorwand des sogenannten Polizeitrickbetrugs versucht haben, vorwiegend ältere Frauen zur Herausgabe von Bargeld zu verleiten. Sie gaben an, dass der Sohn oder die Tochter einen Unfall gehabt hätten und jetzt eine Summe von 78.000 Euro zu bezahlen sei, da sonst eine Haftstrafe drohen würden.

In zwei Fällen gaben die Frauen an, das Geld bereit zu stellen, kontaktierten aber stattdessen die Polizei und brachten die Betrugsversuche zur Anzeige. Bei den geplanten Übergaben erschienen die unbekannten Täter jedoch nicht. Eine dritte Anzeige wurde durch ein Bankinstitut erstattet, da ein Opfer, eine 81-jährige Frau aus dem Bezirk Melk, gerade einen Betrag von 78.000 Euro beheben wollte.

Somit konnte durch die Aufmerksamkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bankinstituts eine Übergabe verhindert werden. Auch an dem hier vereinbarten Treffpunkt erschienen die unbekannten Täter nicht. Bei den weiteren sechs gemeldeten Betrugsversuchen kam es zu keinen Vereinbarungen bzw. erkannten die Opfer die Betrugsabsichten.

Wie kann man sich schützen?
•Sofort auflegen

Um sich vor Betrügern am Telefon zu schützen soll man sich gar nicht erst auf ein Gespräch einlassen, sondern sofort auflegen. Die Anrufer sind gut geschult und darauf trainiert am Telefon eine Vertrauensbasis aufzubauen. Sie wissen genau, wie sie jemanden ködern.

• Von der Telefonnummer am Display nicht täuschen lassen
Um die Glaubwürdigkeit zu erhöhen manipulieren die Betrüger gezielt die eigene Rufnummer, die am Telefondisplay des Opfers aufscheint.
Die Täter senden durch Telefonnummer-Spoofing die Nummer +430133 mit, sodass die Nummer bei den Angerufenen am Display erscheint. Das soll untermauern, dass der Anruf tatsächlich von der Polizei kommt.

Die Polizei ruft jedoch nie von der Polizeinotrufnummer 133 an!
Lassen Sie sich von dem Anrufer den Namen und die Dienststelle geben. Rufen Sie auf dieser Dienststelle an und verlangen den zuständigen Beamten. Dabei sollten Sie nicht die vom Anrufer bekannt gegebene Rufnummer verwenden, sondern sich die Telefonnummer aus dem Telefonbuch bzw. Internet suchen bzw. die Telefonnummer 059133 wählen und sich zu der Dienststelle verbinden lassen.

Weitere Tipps:
Die Polizei wird Sie niemals um Geldbeträge am Telefon bitten.
Geben Sie niemals vertrauliche Informationen – insbesondere persönliche und finanzielle Verhältnisse an Unbekannte weiter, auch wenn sie behaupten Mitarbeiter offizieller Stellen zu sein.
Übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an unbekannte Personen, auch wenn sie behaupten Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter von Behörden zu sein.
Lassen Sie sich am Telefon nicht verunsichern oder unter Druck setzen.
Melden Sie verdächtige Vorfälle der nächsten Polizeidienststelle unter Telefonnummer 059133.
Informieren und warnen Sie noch heute Verwandte und Bekannte, die in das Opferschema der Betrüger fallen – Betrüger fokussieren sich überwiegend auf betagte Personen. Erklären Sie hierbei die Vorgehensweise der Täter.

LPD-NOE