Bezirk Baden: Am 11.Februar 2013 gegen 00.55 Uhr erstattete ein Anrainer telefonisch via Notruf die Anzeige über einen soeben wahrgenommenen Brand beim gegenüberliegenden Wohnhaus in Trumau.

Beim Eintreffen der Beamten der Polizeiinspektion Ebreichsdorf und Trumau stand das Haus aus bisher unbekannter Ursache im Bereich des Ober-bzw. Dachgeschosses in Vollbrand. Die Feuerwehren Trumau, Oberwaltersdorf, Ebreichsdorf, Traiskirchen und Baden waren mit insgesamt 82 Mann im Einsatz.

Bei dem betroffenen Wohnhaus handelte es sich um ein derzeit nicht bewohntes Haus, welches in den letzten Tagen regelmäßig vom Besitzer über einen Holzofen beheizt wurde.

Im Zuge der Brandursachenermittlung wurde als mögliche Brandursache ein undichter Kamin im Dachgeschoss des Hauses, welcher einen direkt an den Kamin angebrachten Holzbalken in Brand gesetzt haben könnte festgestellt. Des weiteren konnte ein Defekt in den Elektroinstallationen des Dachgeschosses, welche teilweise ebenfalls direkt am Kamin angebracht waren, festgestellt und als mögliche Brandursache in Betracht gezogen werden.

Der durch den Brand verursachte Schaden dürfte sich um die 150.000 – 170.000 Euro belaufen.

LPD-NOE

Feuerwehrbericht: Gegen ca. 01:00 Uhr des 11.Februar 2013 wurden fünf Freiwillige Feuerwehren zu einem Wohnhausbrand (Alarmstufe B3) im dicht besiedelten Ortsgebiet von Trumau Bezirk Baden alarmiert.

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Schon bei der Anfahrt konnte man einen großen Feuerschein wahrnehmen. Innerhalb nur weniger Minuten trafen bereits die ersten Feuerwehreinsatzkräfte an der Einsatzstelle ein. Feuerwehreinsatzleiter und örtlicher Feuerwehrkommandant Hauptbrandinspektor Hermann Böhm von der Freiwilligen Feuerwehr Trumau bot sich folgende Lage: Ein zurzeit leer stehendes altes Wohnhaus stand im Bereich des kompletten Dachstuhls in Vollbrand. Flammen schlugen bereits meterhoch in den Himmel empor.

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Sofort ließ er einen umfassenden Löschangriff mittels mehrerer Löschleitungen starten um ein Übergreifen der Flammen auf Nachbarobjekte zu verhindern. Gleichzeitig wurde auch eine Teleskopmastbühne der Feuerwehr in Stellung gebracht, um die massiven Löscharbeiten auch von oben aus mittels eines Wasserwerfers zu unterstützen. Über die Rückseite des Gebäudes verschaffte sich ein Löschtrupp einen Zugang über ein Fenster und begann auch die Löscharbeiten unter Atemschutz im Inneren des Wohnhaues.

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Bereits um ca. 01:50 Uhr war der Brand unter Kontrolle und eine weitere Ausbreitung auf angrenzende Gebäude konnte durch die Feuerwehrleute erfolgreich verhindert werden. Leichter Wind und die extrem niedrige Außentemperatur forderten die Einsatzkräfte besonders. Immer bildeten sich gefährliche Eisflächen. Verletzt wurde bei dem Brand niemand. Der Dachstuhl des Gebäudes brannte komplett ab und Flammen drangen auch teilweise bis ins Erdgeschoß vor.

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Die Nachlöscharbeiten und Sicherungsarbeiten dauerten bis in die frühen Morgenstunden. Gegen 03:45 Uhr konnte Brandaus gegeben werden. Es standen 5 Freiwillige Feuerwehren (FF Trumau, FF Oberwaltersdorf, FF Traiskirchen-Stadt, FFEbreichsdorf und die FF Baden-Weikersdorf mit dem Atemluftfahrzeug) mit insgesamt 85 Feuerwehrleuten im Einsatz.

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Seitens der Polizei wurden die ersten Erhebungen bezüglich der Brandursache bereits in den Nachtstunden vor Ort aufgenommen.

Informationen-Fotos: Stefan Schneider, Pressestelle Bezirksfeuerwehrkommando Baden, www.bfkdo-baden.com