NÖ-Sicherheitsdirektion: Am 05.12.2008 wurden zwei Fahrzeuge, in welchen sich die bulgarischen Staatsbürger Ilker M., 25 Jahre, Georgi D., 26 Jahre, Todorin T., 29 Jahre, Nikolay K., 46 Jahre, Slav K., 28 Jahre und Antoni A., 22 Jahre, befanden, von Beamten der Polizeiinspektionen Freistadt und Sandl auf der B 310 im Ortsgebiet von Freistadt (Oberösterreich) im Zuge von Kontrollen angehalten.

In einem der Fahrzeuge fanden die Beamten 203 Stück original verpackte Computer vor. Für diese Computer legte Antoni A. vermutlich gefälschte Frachtpapiere vor. In dem anderen Fahrzeug fanden die Beamten einen weiteren original verpackten Computer samt Laserdrucker vor. Im Zuge der Erhebungen konnten die Beamten feststellen, dass diese Computer in der Nacht vom 04.12.2008 zum 05.12.2008 bei Einbruchsdiebstählen in zwei Sattelanhänger, welche bei der Autobahnraststation Haag abgestellt waren, gestohlen worden sein dürften. Der Wert der gestohlenen Computer und des Druckers dürfte ca. € 72.000 betragen.

Die Amtshandlung wurde in weiterer Folge von Beamten des Landeskriminalamtes für Niederösterreich übernommen. Durch umfangreiche Erhebungen konnten den Beschuldigten weitere 11 Einbruchsdiebstähle und versuchte Einbruchsdiebstähle, meist durch Aufschlitzen der Planen von LKWs, auf Autobahnparkplätzen der A1 und A2 zugeordnet werden. Der Gesamtschaden dieser Einbruchsdiebstähle dürfte ca. € 180.000 betragen.

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Die Beschuldigten dürften von Polen über Tschechien nach Österreich gefahren und nach Begehung der Einbruchsdiebstähle unverzüglich wieder nach Polen gefahren sein. Die bulgarischen Staatsbürger dürften vorwiegend elektrische Geräte wie z.B. Flachbildfernseher, Computer und Kaffeemaschinen sowie elektronisches Zubehör gestohlen haben. Für den Transport des Diebsgutes sollen sie entsprechende Frachtpapiere gefälscht haben, um bei eventuellen Polizeikontrollen die Herkunft der Ladung zu verschleiern.

Aufgrund der Erhebungen durch die Beamten des Landeskriminalamtes für Niederösterreich könnte diese Tätergruppe auch für ähnlich gelagerte strafbare Handlungen in Deutschland, Tschechien und Frankreich in Frage kommen. Die entsprechenden Interpolstellen wurden verständigt.

Die Beschuldigten wurden in Haft genommen und in die Justizanstalt St. Pölten eingeliefert.

 Informationen-Fotos: SID-NOE