Bezirk St. Pölten: Beamte der Polizeiinspektion Prinzersdorf konnten aufgrund eines vertraulichen Hinweises und den folglich durchgeführten umfangreichen Erhebungen zwei österreichische Staatsbürger im Alter von 39 und 49 Jahren, im Bezirk St. Pölten/Land wohnhaft, ausforschen.

Der 49-Jährige und sein 39-jähriger Bruder sind verdächtig, einen 62-jährigen Landwirt aus dem Bezirk St. Pölten/Land durch Gewalt und Drohung dazu genötigt zu haben, den Beschuldigten sein landwirtschaftliches Anwesen zu verkaufen. Der Kaufpreis von 10.000 Euro samt Leibrente steht in auffallendem Missverhältnis zum Wert der Liegenschaft im Ausmaß von rund 25 Hektar.

Die Beschuldigten dürften sich im Jahre 2005 durch regelmäßige Besuche das Vertrauen des 62-Jährigen erschlichen und ihn auch immer wieder zum Alkoholkonsum animiert haben. So kam es im Jahre 2005 zu einem notariellen Kaufvertrag, den der Verkäufer nur auf Drängen und auch körperlicher Gewalt unterzeichnet haben soll. Die beiden Männer sind des Weiteren verdächtig, in den Folgejahren das Opfer am Vermögen durch Betrugshandlungen geschädigt und Geld veruntreut zu haben.

Anfang 2011 kam es scheinbar wiederholt und vermehrt zu Schikanen und körperlichen Übergriffen gegen den 62-Jährigen, auch der Versuch den Mann in eine Psychiatrie einweisen zu lassen soll von den Beschuldigten betrieben worden sein. Der konsultierte Arzt konnte weder die behauptete Alkoholisierung noch gesundheitliche Gründe vorfinden.

Am 14.03.2011 wurde durch die Polizeiinspektion Prinzersdorf ein Betretungsverbot für den 49-Jährigen und den 39-Jährigen ausgesprochen.

Aufgrund des von Beamten der Polizeiinspektion Prinzersdorf ermittelten Sachverhaltes ordnete die Staatsanwaltschaft St. Pölten die Festnahme der Beschuldigten an. Die Amtshandlung wurde in weiterer Folge von Beamten des Landeskriminalamtes Niederösterreich, Ermittlungsbereich Leib und Leben, übernommen.

Am 21.03.2011 wurden die Brüder festgenommen. Bei den Vernehmungen bestritten sie jegliche Tatvorwürfe. Schließlich wurden die beiden in die Justizanstalt beim Landesgericht St. Pölten eingeliefert.

SID-NOE